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  • 7.-8.12.2002
Neue Westfälische

20 Meter Weihnachtsstollen

Gute Umsätze bei karitativem Weihnachtsmarkt auf dem Jodokuskirchplatz
Von Regine Kleist

Bielefeld. Da holten sie sich doch sehr gerne kalte Füße: die vielen Ehrenamtlichen, die am Wochenende bei dem zweiten karitativen Weihnachtsmarkt zum Einsatz kamen. Am neuen Ort, auf dem Jodokuskirchplatz, konnten sich die Umsätze diesmal sehen lassen. Bei den beteiligten Vereinen und Verbänden herrschte Zufriedenheit.

Vom mit fast 20 Metern längsten Weihnachtsstollen der Stadt, gestiftet von der Bäckerinnung Bielefeld, waren am Sonntagabend nur noch Krümel übrig. Der Erlös floss in die Kasse der „Bielefelder Tafel“; ebenso wie die Einnahmen aus dem Verkauf von selbst gemachten Marmeladen oder auch heißem Apfelpunsch.
Feierlich anschneiden durfte die kalorienreiche Leckerei am Samstagmorgen der SPD- Sozialpolitiker Günter Garbrecht: als Belohnung dafür, dass er den karitativen Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr erfand. Er hatte sich auch mit dafür stark gemacht, ihn in diesem Jahr aus dem Verborgenen zu holen, nämlich vom Klosterplatz an die Obernstraße zu verlagern.
Neben Förderern und Freunden komme diesmal wesentlich mehr Laufkundschaft vorbei, hieß es sowohl am Stand des CVJM als auch im Zelt der Kolping- Entwicklungshilfe der Bezirke Bielefeld- Lippe- Minden. Beide boten hübsche selbst gemachte Hand- und Bastelarbeiten an, dazu heiße Getränke und Gebäck. Als Besonderheit hatten die Kolpingfamilie wieder eine große Krippe zu bieten, von Bruno Rauscher aus Naturmaterialien geschnitzt.
Auch beim „Bielefelder Tisch“, kombiniert mit einem Informationsstand der Heilsarmee blieben immer wieder Passanten stehen, herrschte gute Stimmung unter den freiwilligen Helfern. Das Glücksrad drehte sich fleißig beim Verein „Kinder sind unsere Zukunft“. Trostpreise wurden sofort ausgeteilt. Die Gewinner der Hauptpreise – ein Fahrrad, eine Wochenendreise nach Tossens und ein Familienessen im Seekrug – werden nachträglich noch ausgelost.
Mit einem gemeinsamen Informations- und Verkaufsstand waren der Verein „Berufliche Ausbildung und Qualifizierung Jugendlicher und Erwachsener“ (BAJ) und die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) vertreten. Von handwerklichen Produkten aus den BAJ- Werkstätten bis zu Sozialaktien reichte ihr weihnachtliches Angebot.
Von den zufriedenen Beteiligten kam nur ein spontaner Verbesserungsvorschlag für 2003: auf der Obernstraße sollte noch ein großes Schild mit einem Hinweis auf den karitativen Weihnachtsmarkt aufgestellt werden.

Garbrecht schneidet den Stollen an
Günter Garbrecht schneidet ihn an: Stollen für den guten Zweck