Pressespiegel:

  • 27. Juli 2011
Am 27. Juli erschien in der Zeitung Neue Westfälische:

Doppeltes Interesse an Grundstück

SPD-Politiker besuchen Botanischen Garten






Bielefeld (upo). Bei einem Ortstermin im Botanischen Garten informierten sich Bielefelder SPD-Politiker über Planungen für die beliebte Grünanlage. „Das kommende Jahr wird uns in Atem halten“, sagte Wolfgang Naggert, Vorsitzender des Fördervereins. Der Botanische Garten feiert 2012 seinen 100. Geburtstag, so dass sich die Besucher auf zahlreiche Programmpunkte freuen dürfen.


„Es wird aber, ganz im Stil des Gartens, mit Stille und Zurückhaltung gefeiert“, sagte Naggert. So werde es etwa eine Fotoausstellung im Alten Rathaus und im Oktober eine Chansonveranstaltung geben. Das Programm sei bereits fertig.


Derzeit wird ein Teil des Parks direkt neben dem Bauernhaus erneuert. Die alten Pflasterplatten werden entfernt und durch ein veredeltes Pflaster, passend zu den von Muschelkalkplatten umgebenen Blumenbeeten, ersetzt. Zudem gibt es neue Bänke aus Holz und Metall sowie zwei Liegestühle.

 

 

 



Im Mittelpunkt des Interesses der derzeit 330 Mitglieder des Fördervereins steht momentan jedoch die mögliche Erweiterung des Botanischen Gartens. Das Grundstück zwischen Park und Johannisfriedhof, auf dem einst die Georgenkirche samt Kindergarten stand, steht zum Verkauf. „Das Bauland gehört der Evangelischen Martinigemeinde und ist derzeit als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen“, erklärte Ole Heimbeck, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Gadderbaum. Bei diesem Status dürfte hier zwar eine Parkerweiterung erfolgen, es dürften jedoch keine Privatwohnungen gebaut werden. Dies würde zwar den Kaufpreis mindestens vervierfachen, jedoch wäre dafür eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig.


„Dies ist eine Jahrhundertchance, die kommt nie wieder“, sagte Naggert. Er werde alle Hebel in Bewegung setzen, um einen Kauf des Grundstücks zu ermöglichen. Georg Fortmeier, SPD-Fraktionsvorsitzender, versprach Naggert, dass er eine gewisse Zeit erhalte, um mögliche Sponsoren anzusprechen. „Es wird in dieser Angelegenheit über längere Zeit keine politische Entscheidung für die Bebauung geben“, sagte Fortmeier.


Es sei eine hochpreisige Fläche und die Vermutung läge nahe, dass sowohl bei Vertretern der Kirche als auch bei der Stadt angesichts der lukrativen Grundstückslage die Euro-Zeichen im Kopf herumschwirren. „Sie haben also Zeit und Luft“, beruhigte Fortmeier. Es sei durchaus möglich, dass die Entscheidung sogar erst zum Jahresende falle.