Pressespiegel:

  • 26. Februar 2012
Am 25. Februar erschien folgender Artikel in der Neuen Westfälischen

Garbrecht nennt Tafel-Verein undemokratisch




Bielefeld (mönt). Steuerberater Andreas Mader versichert: „Ich werde nicht neuer Vorsitzender der Bielefelder Tafel.“ Sein Name kursierte, wie die Lokalredaktion berichtete, als potenzieller Nachfolger von Rosetraut Kirse, die am Wochenende zurückgetreten ist.


Wer Kirse folgen soll, wird noch geheim gehalten. Bekannt hingegen ist, das heute gut 700 Unterschriften für eine komplette Neuorganisation der Bielefelder Tafel an den Bundesverband nach Berlin geschickt werden. Gestern unterschrieb auch Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig die Liste, wie Nicole Wrede, eine der Initiatorinnen, berichtet. Mit den Unterschriften wollen das Sozialforum Bielefeld sowie die neu formierte Interessengemeinschaft der Tafel-Nutzer unterstreichen, dass es für sie nicht ausreicht, dass die Vorsitzende und ihr Schatzmeister ausgetauscht werden. Sie hätten, sagen sie, das Vertrauen in den gesamten Vorstand der Bielefelder Tafel verloren.


Der gleichen Ansicht ist auch Günter Garbrecht, SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Sozialausschusses. „Die Bielefelder Tafel hat alles Vertrauen verspielt“, sagt er. Eine „unabhängige Prüfung“ sei jetzt Voraussetzung für einen Neuanfang, der Rücktritt des Ehepaars Kirse reiche nicht. „Die Vereinssatzung ist undemokratisch, finanziell agiert der Vereins undurchsichtig“, so Garbrecht. Nach Gründung der Tafel hätten sich in Bielefeld quasi sechs „Nebentafeln“ gebildet. „Alle Neugründungen- und Ausgründungen hatten ihre Ursache im Verhalten der Vorsitzenden Rosetraut Kirse.“


Seiner Meinung nach könne ein Neuanfang in Bielefeld nur mit einer „Arbeitsgemeinschaft Bielefelder Tafel“ in Zusammenführung der Aktivitäten des Bielefelder Tisches, des Brackweder Lebensmittelpunktes, der Ev. Kirche Brake, des „Dornberger Lebensmittelkorbes“ und „Von Hand zu Hand“ Sennestadt erfolgreich gelingen. Deshalb fordert Garbrecht: „Der Bundesverband der Tafeln muss dem derzeitigen Tafelverein den Namen und die Unterstützung entziehen.“