Pressespiegel:

  • 29. März 2012
Am 29. März erschien folgender Artikel im Westfalen-Blatt

Genossen wollen Rückfahrkarte

SPD wählt auch Regina Kopp-Herr und Günter Garbrecht zu Landtagskandidaten


Georg Fortmeier, der dritte der Bielefelder Landtagskandidaten, war bereits am Dienstagabend mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen in seinem Wahlkreis (Jöllenbeck, Dornberg, Altkreis Halle) gekürt worden (das WESTFALEN-BLATT berichtete).
Die 100 Prozent wurden gestern Abend zwar nicht erreicht, aber doch beinahe. Regina Kopp-Herr, auch Bezirksbürgermeisterin von Brackwede, bekam von 152 abgegebenen Stimmen 150 Ja-Stimmen (eine Nein-Stimme, eine Enthaltung) und wurde dafür mit stehenden Ovationen gefeiert. Das Ergebnis verstehe sie als »Ansporn und Herausforderung«, sagte sie und ergänzte: »Ich bin überwältigt und - was bei mir selten vorkommt - sprachlos.«
Günter Garbrecht holte 147 der 152 Delegiertenstimmen (zwei Nein-Stimmen, drei Enthaltungen). Auch er bekam langen Beifall, sagte: »Ich hoffe, dass ich euch nicht enttäusche. Auf zum 13. Mai!«
Für alle drei Kandidaten gilt: Sie wollen erneut in den Landtag einziehen. Garbrecht gehört dem NRW-Parlament bereits seit 2000 an, Fortmeier und Kopp-Herr seit Mai 2010. Ebenso gilt für alle drei: Wollen sie erneut einen Sitz im Landtag, müssen sie ihren Wahlkreis wohl direkt holen. Garbrecht ist da optimistisch: »Ich habe das immer geschafft.«
Sowohl Garbrecht als auch Kopp-Herr zogen Bilanz unter ihren 20 Monaten im Landes-Parlament. Garbrecht betonte, Rot-Grün sei nicht gescheitert, verzockt hätten sich die, »die geglaubt haben, uns am Nasenring durch die Manege führen zu können«. Garbrecht will weiter für eine medizinische Fakultät in Bielefeld kämpfen. Das gelinge aber nur, wenn der Zusammenhang von Studienort und späterem Niederlassungsort überzeugend nachgewiesen werden könne.
Der SPD-Politiker: »Für Bielefeld gibt es keinen Grund, sich klein zu fühlen.« Gefragt sei eine Politik des langen Atems, nicht der hastigen Erfolge. Regina Kopp-Herr möchte weiterhin den Menschen in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit stellen. Sie wolle sich stark machen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erklärte, Gleichstellungspolitik sei Familienpolitik.
Gratulation und Blumensträuße gab es nach der Wahl von SPD-Chef Marcus Lufen, der Garbrecht, Kopp-Herr und Fortmeier versicherte: »Euch ist die Unterstützung der Bielefelder Sozialdemokraten gewiss.«

Artikel vom 29.03.2012