Pressespiegel:

  • 14. April 2012
Am 14. April 2012 erschien im Westfalen-Blatt folgender Artikel:

»Bielefeld wird nicht ausgeklammert«

SPD-Kandidaten erhalten Unterstützung von Kraft und Steinmeier

Von Hans-Heinrich Sellmann
Bielefeld (WB). Mit dem Besuch zweier politischer Schwergewichte läutet die Bielefelder SPD an diesem Samstag den Straßenwahlkampf ein. Dabei setzen die heimischen Kandidaten voll auf die aus ihrer Sicht gute Bilanz der Minderheitsregierung.



Regina Kopp-Herr (von links), Georg Fortmeier und Günter Garbrecht präsentieren sich am Freitag vor der Kulisse der Campus-Baustelle zuversichtlich für den Landtagswahlkampf.Foto: Sellmann
Anschubhilfe für den Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtag erhalten Regina Kopp-Herr, Georg Fortmeier und Günter Garbrecht in der Niedernstraße von Spitzenkandidatin Hannelore Kraft und dem Oppositionsführer im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier. Zwischen 16.45 und 18 Uhr machen die beiden an einem SPD-Stand Wahlkampf.
Vorab trafen sich die Bielefelder Kandidaten am Freitag in der Universität, um auf die kommenden vier Wochen bis zur Landtagswahl am 13. Mai einzustimmen. »Wir sind zuversichtlich, unsere Wahlkreise wie beim letzten Mal wieder direkt zu gewinnen«, sagte Günter Garbrecht. Ziel sei es, mit einer gesicherten Mehrheit den von der Minderheitsregierung erfolgreich eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Regina Kopp-Herr forderte die Bielefelder auf, zur Wahl zu gehen, um mit ihren Stimmen für eindeutige Mehrheitsverhältnisse zu sorgen.
Die Sozialdemokraten bemühten sich, mit dem Vorurteil aufzuräumen, wonach Bielefeld und die Region Ostwestfalen-Lippe in Düsseldorf stets ausgeklammert werde. Schlüsselzuweisungen für die Stadt Bielefeld beliefen sich im Haushaltsentwurf 2012 auf mehr als 156 Millionen Euro, unter Schwarz-Gelb hätten sie 2009 noch bei lediglich knapp 106 Millionen gelegen, rechnete Garbrecht vor.
»Auch kommen die Hochschulen keinesfalls zu kurz«, ergänzte Georg Fortmeier und verwies auf die eine Milliarde Euro, die bis 2025 in die Um- und Neubauten am Bielefelder Campus gesteckt werden. In diesem Zusammenhang verwies Fortmeier zudem auf das Thema Medizinische Fakultät. Ohne die Auflösung des Landtages hätte es eine dritte Lesung gegeben, in der eine Bielefelder Kooperation mit der Uni Bochum auf den Weg gebracht worden wäre. »Daran werden wir anknüpfen.«
Langfristiges Ziel sei es, Mediziner allein in Bielefeld auszubilden. »Zunächst muss aber geklärt werden, was realistisch machbar ist.« Und möglicherweise werde sich die Kooperationslösung als Erfolgsmodell erweisen. Insgesamt handele es sich um einen jahrelangen Entwicklungsprozess. Jetzt bereits einen Zeitplan aufzustellen oder gar eine schnelle Lösung zu fordern, sei nicht seriös.