Pressespiegel:

  • Bielefeld, 03. Mai 2012
03. Mai, das Westfalenblatt berichtet

Grüne Oase für Demenzkranke

Neues Projekt am Wilhelm-August-Stift

Eine »grüne Oase« entsteht am Wilhelm-Augusta-Stift am Lipper Hellweg. Ein neuer Sinnes- und Erlebnisgarten soll den Bewohnern des Seniorenzentrums demnächst zur Verfügung stehen.
140 000 Euro kostet das Projekt, die Hälfte finanziert die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, die anderen 70 000 Euro stammen aus Spenden und aus den Eigenmitteln der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Trägerin der Einrichtung. Ende Juli, pünktlich zum Sommerfest, soll der Garten fertig sein. Dann soll aus der bisher wenig attraktiven Außenanlage ein echtes Schmuckstück geworden sein. »Es wird eine Anlage für Demenzerkrankte«, erklärt Hausleiterin Sabine Linnemann. »Ein Raum, in dem sie geschützt sind, niemand kann sich ver- oder einfach weglaufen.« Von den 120 Bewohnern seien 60 bis 70 Prozent dement in unterschiedlicher Ausprägung, sagt sie.

Der Sinnesgarten wird mit Hoch- und Tastbeeten ausgestattet, ein Wasserlauf entsteht, zudem soll ein Platz der Begegnung eingerichtet werden, auf dem künftig zum Beispiel die Sommerfeste gefeiert werden können. »Wir wollen die Aktivität unserer Bewohner fördern«, betont Hausleiterin Linnemann. »Sie können selbst an den Hochbeeten tätig werden und in Begleitung gärtnern - so, wie sie es von früher kennen.« Denkbar wäre, dass eine ganze Wohngruppe die Patenschaft für ein Beet übernehme, ergänzt Dr. Nicolas Tsapos vom AWO-Vorstand. Günter Garbrecht, stellvertretender Vorsitzender des Beirates der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, freut sich, das Projekt unterstützen zu können. »Wir finanzieren Sinnesgärten nur noch in älteren Einrichtungen, die vor dem Jahr 2000 errichtet wurden. Bei später erbauten Einrichtungen ist der Sinnesgarten Standard«, sagt er.