Pressespiegel:

  • Bielefeld, 07. Mai 2012
07. Mai, die Neue Westfälische berichtet

Energieversorgung – wie soll sie aussehen?

LANDTAGSWAHL: NW fragt – Kandidaten antworten
Windkraft, Solarenergie, Atomstrom – seit Jahren wird in Bielefeld über die richtige Form der Energieerzeugung gestritten. Die Bielefelder Stadtwerke, bald wieder zu 100 Prozent in städtischem Besitz, setzen auf alle drei Formen der Energieproduktion und wollen sich in den kommenden Jahren auf die Zeit nach dem Atomstrom vorbereiten. Das Atomkraftwerk Grohnde, an dem die Stadtwerke zu knapp 17 Prozent beteiligt sind, soll spätestens 2021 vom Netz gehen. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt trotz Energiewende nicht ausschließlich auf Stromgewinnung aus erneuerbarer Energie, es werden auch weiterhin Kraftwerke für fossile Energieträger gewonnen. Die NW-Lokalredaktion fragte die Landtagskandidaten in den drei Bielefelder Wahlkreisen 92 (Mitte, Gadderbaum, Schildesche), 93 (Brackwede, Senne, Semmestadt, Stieghorst, Heepen) und 94 (Dornberg, Jöllenbeck, Altkreis Halle), wie sie sich die Energieversorgung in der Zukunft vorstellen.

Günter Garbrecht (WK 92) glaubt, dass es noch viele Einsparmöglichkeiten beim Energieverbrauch zu heben gibt. Darüber hinaus setzt er „auf dezentrale Energieversorgung zum Beispiel durch Blockheizkraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien. Regina Kopp-Herr (WK 93) spricht sich für einen „Mix aus den erneuerbaren Energien“ aus. „Für den Übergang brauchen wir aber Energie aus fossilen Brennstoffen nach dem aktuellen Stand der Technik – ohne Strom aus Atomkraft“, fügt sie hinzu. Georg Fortmeier (WK 94) betont darüber hinaus die Bedeutung regionaler Energieversorger, wie zum Beispiel der kommunalen Stadtwerke. Außerdem: Wärmespeicher und mehr Fernwärme“.