Pressespiegel:

  • Bielefeld, 08. Mai 2012
Die Neue Westfälische berichtet

Braucht Bielefeld die Medizin-Fakultät?

LANDTAGSWAHL: NW fragt – Kandidaten antworten
Der Aufbau einer medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld, also die theoretische und praktische Ausbildung von Ärzten in der Stadt, ist unversehens zu einem Thema im Landtagswahlkampf geworden.

Einen Impuls für die Forschung an der Uni, vor allem aber einen „Klebeeffekt“ erhoffen sich die Fürsprecher: Wer in Bielefeld studiert hat, der wird sich eher in der Region niederlassen, als solche Mediziner, die von anderen Hochschulen in Deutschland kommen. Damit könne ein drohender Ärztemangel in OWL bekämpft werden.

Ob das so eintrifft, ist ebenso ungeklärt, wie die Finanzierung. 300 bis 400 Millionen Euro könnte der Aufbau der medizinischen Fakultät kosten.

Die Frage an die Landtagskandidaten heißt daher: „Ist der Einsatz für eine medizinische Fakultät in Bielefeld noch sinnvoll, oder nur noch Wahlkampfgetöse?“

In einer älter werdenden Gesellschaft brauchen wir mehr Menschen in Gesundheitsberufen. Wir stehen für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Fläche, sagt Günter Garbrecht (WK 92). Die Annahme, dass der Studienort auch zukünftiger Niederlassungsort sei, hat die Forderung nach einer medizinischen Fakultät begründet. Diesen Zusammenhang nachzuweisen, ist Grundbedingung.“

„Sinnvoll“, findet Regina Kopp-Herr (WK 93) die Fakultät. „Der Anfang ist gemacht, weitere Schritte sind vorbereitet.“

„Wir haben einen Antrag vorgelegt, um Infrastruktur- und Forschungsmittel zu bekommen“, so Georg Fortmeier (WK 94). Ziel sei der Aufbau der dualen Ausbildung in Bielefeld und Bochum, längerfristig die eigene Fakultät in Bielefeld.