Pressespiegel:

  • Bielefeld, 10. Mai 2012
10. Mai 2012, die Neue Westfälische berichtet:

Brauchen wir die Dichtheitsprüfung?

LANDTAGSWAHL: NW fragt – Kandidaten antworten
Die Überprüfung der Dichtigkeit von privaten Hausanschlüssen an das Kanalnetz bleibt umstritten, auch wenn die Verordnung zur Überprüfung der Abwasserleitungen in NRW derzeit außer Kraft gesetzt ist. Bürgerinitiativen sowie etliche Kommunen hatten den Prüfzwang vehement abgelehnt, im Parlament gab es keine Mehrheit. Die nächste Landesregierung wird eine Regelung beschließen müssen.


„Was halten Sie von der Dichtheitsprüfung für private Abwasserrohre?“, heißt die Frage, auf die die Kandidaten aus den Wahlkreisen 92 (Mitte, Gadderbaum, Schildesche), 93 (Brackwede, Senne, Sennestadt, Stieghorst, Heepen) und 94 (Dornberg, Jöllenbeck, Altkreis Halle) antworten.


Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Aber auch Befürworter wollen, dass die Bürger möglichst wenig mit den Kosten für den Kanal-TÜV belastet werden.
Günter Gabrecht (WK 92) sagt: „In Wasserschutzgebieten ist diese Prüfung zwingend erforderlich.“ Darüber hinaus müsse sie auf den Anlass bezogen sein und gleichzeitig müsse eine drucklose Prüfung zugelassen werden.


„Ich spreche mich gegen den Generalverdacht aus“, macht Regina Kopp-Herr (WK 93) deutlich . Sie ist dafür, private Kanalanschlüsse frühestens zeitgleich mit öffentlichen Kanalanschlüssen zu überprüfen, oder aber bei begründetem Verdacht. „Das gilt auch für Wasserschutzgebiete“, sagt sie.

„Die Dichtheitsprüfung ist wichtig, sie muss aber mit bürgerfreundlichen Verfahren und bestenfalls mit der Sanierung kommunaler Anlagen durchgeführt werden“, meint Georg Fortmeier (WK 94).