Pressespiegel:

  • 20. November 2012
Am 17. Novemer erschien folgender Artikel in der Neuen Westfälischen:

Neustart am Niederwall

Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW offiziell eröffnet

Lokales

Neustart am Niederwall
Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW offiziell eröffnet

VON NICO BUCHHOLZ


Bielefeld. Auf den Flyern ist noch Herford als Sitz der Koordinierungsstelle des Landes für Glücksspielsucht verzeichnet. „Die werden wir jetzt nach und nach austauschen“, sagte die Leiterin Ilona Füchtenschnieder. Denn gestern wurde der neue Standort am Bielefelder Niederwall offiziell eröffnet.


Für die Koordinierungsstelle wechselt nicht nur der Standort, sondern auch der Träger: In Herford war es noch das Diakonische Werk, in Bielefeld übernimmt die Drogenberatung diese Aufgabe. Grund für den Trägerwechsel sei gewesen, dass die Diakonie in Herford eher regionale Aspekte im Blick hat. „Die Koordinierungsstelle ist aber für das gesamte Land NRW zuständig“, sagte Füchtenschnieder. Bielefeld sei auch ein guter Standort, weil die Kommune einen Teil ihrer Vergnügungssteuer-Einnahmen in die Suchtberatung investiert.


Sie freue sich, „dass der Trägerwechsel so geräuschlos und reibungslos funktioniert hat.“ In den neuen Räumen am Niederwall sind neben der Leiterin zwei Mitarbeiter tätig, zwei weitere kümmern sich um die Hotline.


Der Geschäftsführer der Drogenhilfe Bielefeld, Michael Wiese, betonte die Bedeutung des Neuanfangs. „Von Herford nach Bielefeld ist es nur ein kleiner Schritt. Für die Drogenberatung ist es aber ein großer Schritt.“ Viele Menschen hätten bei der Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle gar nicht gemerkt, dass es einen Trägerwechsel gegeben habe. „Wir arbeiten schon seit einigen Wochen zusammen und es läuft alles super.“


Günter Garbrecht, Bielefelder Landtagsabgeordneter, versteht die Einrichtung als einen Gewinn für die Region. „Ich freue mich, dass die Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht in Ostwestfalen bleibt.“ In Bielefeld sei sie sehr gut aufgehoben.


Für den ersten Beigeordneten Tim Kähler spielt das Thema Glücksspielsucht in der Gesellschaft eine große Rolle. „Solange das Glücksspiel legal ist, muss es auch immer darum gehen, Menschen, die dadurch Probleme haben, zu unterstützen.“ Er hoffe, dass das Thema so nicht ins Dunkle gerückt werde.


Ähnlich sieht es Kerstin Kotewitz vom Landes-Gesundheitsministerium: „Ich merke täglich, wie wichtig die Koordinierungsstelle ist.“ Nach dem Standort- und Trägerwechsel würden viele Aufgaben anstehen. „Es wartet viel Arbeit auf uns.“