Statement:

  • 12. Mai 2014
Statement zum Tag der Pflege am 12. Mai

Pflege braucht eine bessere Zukunft

Pflege braucht eine bessere Zukunft

Es gibt viele, noch zu erledigende Baustellen im Bereich der Pflege. Anlässlich des Tages der Pflege am 12. Mai verweist der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Günter Garbrecht, auf eine Modellrechnung des DPWV vor wenigen Tagen, in der dieser auf die Unterfinanzierung der ambulanten Pflege hinweist. (vgl. http://t.co/9Y9tGu5MfI sowie die Einträge vom 9. Mai https://www.facebook.com/guenter.garbrecht).


„Würdevolle Pflege braucht qualifizierte Pflegefachkräfte, braucht Zeit und eine vernünftige Bezahlung. Diese Wertschätzung braucht die Pflege ambulant wie stationär, die Alten- wie die Krankenpflege. Gute Pflege kostet Geld, aber diese Erkenntnis ist weder in der Politik, bei den Kostenträgern, wie aber auch in der Gesellschaft selbst hinreichend angekommen“, so der Vorsitzende des NRW Gesundheitsausschusses.
„Das Land hat die Verantwortung für die Altenpflegeausbildung inne. In diesem Bereich hat NRW ab 2010 einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Mit Einführung der Umlagefinanzierung in der Altenpflege haben wir die Ausbildungsleistung erheblich steigern können. Die Anstrengungen des Landes zusammen mit der Agentur für Arbeit tragen Früchte“, so Garbrecht. Die Ergebnisse sind in der folgenden Pressemitteilung abrufbar:
http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/service/Ueberuns/Regionaldirektionen/NordrheinWestfalen/Presse/Presseinformationen/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI656170
Darin heißt es unter anderem:
„Das Land NRW hat mit der Einführung des Umlageverfahrens in der Altenpflegeausbildung eine wesentliche Vereinbarung der Initiative gegen den drohenden Fachkräftemangel bereits umgesetzt. Seit Juli 2012 zahlen alle in der Pflege tätigen Einrichtungen nun in einen Ausbildungsfonds, um die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen.“
Ministerin Steffens: „Der Erfolg dieses Verfahrens im Kampf gegen drohenden Pflegenotstand übertrifft alle Erwartungen. Innerhalb von nur zwei Jahren konnte die Anzahl der Auszubildenden in der Altenpflege in NRW um rund 45 Prozent gesteigert werden.“ Bis Ende 2013 stieg die Zahl der landesgeförderten Altenpflegeschülerinnen und –schüler auf rund 14.500.
Die Landesregierung hat im Zusammenhang mit der Umlage auch die für die Förderung der Fachseminare für Altenpflege zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel erhöht. Steffens: „Trotz der schwierigen Haushaltslage wurden die Mittel zur Förderung der Pflegeausbildung von 32 im Jahr 2010 auf 58,3 Millionen im Jahr 2014 fast verdoppelt.
Gute Ergebnisse, die die Partner bestärken, die gemeinsamen Aktivitäten weiter auszubauen: So ist für das Jahr 2014 eine zehnprozentige Steigerung der Ausbildungen im Rahmen der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive geplant. Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens ergänzt: „Wir erwarten durch das Umlageverfahren auch für das Jahr 2014 eine positive Entwicklung der Ausbildungszahlen.“
„Wir sind auf einem guten Weg zu einer generalisierten Ausbildung. Sowohl in Düsseldorf wie auch in Berlin wird intensiv an der Umsetzung der jeweiligen Koalitionsvereinbarung * gearbeitet“, so Bielefelder Abgeordnete und weist darauf hin, dass es in NRW noch nie Schulgeld gegeben habe, wie etwa in anderen Bundesländern. „Die erfreuliche Entwicklung in der Altenpflegeausbildung ist ein klarer Erfolg der Landesregierung, der auch von den Ausbildungsträgern anerkannt wird, nachdem noch unter der schwarz-gelben Vorgängerregierung in NRW die Förderung reduziert worden ist.“
Bei der Umsetzung der sowohl von der Düsseldorfer wie auch der Berliner Koalition formulierten Perspektive der generalisierten Ausbildung im Bereich der Pflegeberufe müsse auch die Angleichung Ausbildungspauschale in der Altenpflegeausbildung angegangen werden. „Die Ausbildungsträger weisen zu Recht auf den Unterschied von rd. 1.700 € bei den Pauschalen in der Altenpflegeausbildung und der für Gesundheits- und Krankenpflege hin“, so der Bielefelder Landtagsabgeordnete. Neben einer sachgerechten Finanzierung ist aber die Verbesserung der Qualität der Ausbildung von herausragender Bedeutung. Nur fachlich gut qualifizierte Menschen können gute Pflege leisten, sei es in der Altenpflege, in der Kranken- oder Kinderpflege. Und nicht zuletzt gehört dazu eine bessere Entlohnung der Beschäftigten, die für ihre gute Arbeit gutes Geld verdienen.
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… Bezogen auf die berufliche Ausbildung sollen die drei bestehenden Ausbildungsgänge, basierend auf bewährten Vorgaben aus dem Alten- und Krankenpflegebereich, langfristig zu einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung zusammengeführt werden, die zu einem einheitlichen Berufsabschluss führt. …“ (Koalitionsvertrag NRWSPD – Bündnis90/Die Grünen 2012-2017)
„ … Der Wechsel zwischen den Berufen in der Pflege muss erleichtert werden. Wir wollen die Pflegeausbildung reformieren, indem wir mit einem Pflegeberufegesetz ein einheitliches Berufsbild mit einer gemeinsamen Grundausbildung und einer darauf aufbauenden Spezialisierung für die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege etablieren. …“ (Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD 18. Legislaturperiode).