Pressemitteilung:

  • 06. Juni 2014
Tag der Organspende am ersten Samstag im Juni

Garbrecht: Selbst entscheiden – Verantwortung nicht abschieben

Garbrecht: Selbst entscheiden – Verantwortung nicht abschieben

 

Jeder einzelne Organspender kann bis zu sieben Menschen das Leben retten oder zumindest deren Krankheiten lindern. Dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Landtag NRW, Günter Garbrecht MdL, ist es daher wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, anstatt es beiseite zu schieben. Der Tag der Organspende mit einer zentralen Veranstaltung in Stuttgart am 7. Juni 2014 bietet dazu Anlass.

 

Seit 1982 findet an jedem ersten Samstag im Juni bundesweit der Tag der Organspende statt.

„Organspende ist kein leichtes Thema, aber ein Thema, mit dem man sich auseinander setzen muss“, fordert Günter Garbrecht. „Für mich ist es in vielerlei Hinsicht eine Herzenssache. Viele Menschen leiden, manche sterben, weil es noch immer nicht genügend Spenderorgane gibt.“

Die Zahlen verdeutlichen diese Dramatik: Allein in NRW warten 3.750 Schwerkranke auf eine Leben rettende Organspende, bundesweit sind es rund 11.000 Menschen.

Garbrecht: „Man muss sich nur einmal mit dem Thema auseinandersetzen und eine Entscheidung treffen und sie zumindest gegenüber seinen nächsten Angehörigen aussprechen“, appelliert Garbrecht. „Täglich treffen wir Entscheidungen. Diese hier ist lebenswichtig.“ Viele Bürgerinnen und Bürger seien grundsätzlich bereit, ein Organ zu spenden, allerdings tragen nur rund 28% einen Spenderausweis, so der Abgeordnete weiter.

„Zusätzlich beunruhigt, dass die Anzahl der Organspenden auch im letzten Jahr weiter gesunken ist. In NRW wurden 2013 nur 876 Organe transplantiert, 2012 waren es noch 1028, 2011 gar 1124. Dabei kann jeder Organspender bis zu sieben Menschen das Leben retten.“

Zudem weist der Abgeordnete darauf hin, dass alle Krankenkassen seit dem 1. November 2012 gesetzlich verpflichtet sind, ihren Versicherten in regelmäßigen Abständen Informationen zum Thema sowie Spenderausweise zur Verfügung zu stellen – wie auch Pass- und Meldeämter aufgerufen sind, allen Bürgerinnen und Bürgern, die neue Ausweisdokumente beantragen oder ihre Adresse ändern, einen Organspendeausweis auszuhändigen.

„Jeder von uns kann völlig unvorbereitet in die Situation kommen, ein Organ zu benötigen, oder aber über eine Spende bei Angehörigen zu entscheiden. Zumindest hier kann man die Entscheidung im Vorfeld treffen“, so Garbrecht abschließend.