Pressemitteilung:

  • 20. Juni 2014
Staatssekretär Klute zu Gast in Bielefeld – Zuwendungsbescheid überreicht

Gemeinsam Brücken bauen für eine gelingende Integration


Staatssekretär Klute zu Gast in Bielefeld – Zuwendungsbescheid überreicht
Gemeinsam Brücken bauen für eine gelingende Integration

Integration lebt nicht alleine vom staatlichen Handeln, sondern vor allem auch vom

zivilgesellschaftlichen Engagement unterschiedlicher Akteure. Ein Grundsatz nordrhein-westfälischer Integrationspolitik ist deshalb die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements im Alltag und in der praktischen Unterstützung.
Staatssekretär Thorsten Klute hat aus diesem Grund den Bielefelder Verein für ein zeitgemäßes Leben e.V. besucht und bei der Gelegenheit gleich einen Zuwendungsbescheid überreicht.
Die Förderung von politischer Teilhabe bei Menschen mit Migrationshintergrund ist ein Anliegen der Landesregierung. Das Projekt des Bielefelder Vereins unter der Leitung von Nebahat Pohlreich setzt genau an dieser Stelle an und wird nun mit 30.000 Euro vom Land gefördert. Die Vorsitzende, Nebahat Pohlreich, zeigt sich sehr zufrieden: „Mit dem Geld können wir unser Projekt durchführen, auch, wenn wir noch 7.000 Euro Eigenmittel aufbringen müssen.“

Der Verein ist ein Frauenverein, der explizit sozial benachteiligte Migrantinnen anspricht. Dafür stehen das Frauencafé sowie die interkulturelle Begegnungsstätte für Seniorinnen und Senioren zur Verfügung.

Klute: „Die ehrenamtlich Tätigen haben eine besondere Funktion beim Integrationsprozess inne. Sie helfen, dass Menschen hier bei uns heimisch werden können und sich nicht mehr Fremd fühlen. Darum freue ich mich, dem Verein für ein zeitgemäßes Leben mit dieser Projektfinanzierung etwas bei der wertvollen Arbeit helfen zu können und danke den hier engagierten Menschen. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, dass Einwanderer nicht als Objekte, sondern als Akteure von Gesellschaftspolitik wahrgenommen werden“, so der Staatssekretär. „Grundsätzlich frage ich aber, ob Integration überhaupt der richtige Begriff ist. Manchmal fordern wir dies, dabei ist Teilhabe der eigentlich richtige Begriff für Menschen, die seit Generationen hier mit uns leben und irgendwo in der Vergangenheit ausländische Wurzeln haben oder einen fremd klingenden  Namen tragen. Und diese Teilhabe gilt es zu erhöhen.“

 Auch der Bielefelder Sozialexperte und Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht freut sich über die Unterstützung des Landes und merkt an: „Ich kenne die Hartnäckigkeit der Vorsitzenden des Vereins schon viele Jahre. Deswegen weiß ich auch, dass das Geld hier gut angelegt ist und seinen Zweck erfüllen wird. Ohne Menschen wie Nebahat Pohlreich wären wir in Bielefeld, was Teilhabe und Integration angelangt, noch lange nicht so weit.“

Die Förderprogramme des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales berücksichtigen in besonderem Maße das bürgerschaftliche Engagement bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. 

Weitere Informationen dazu gibt es hier:
http://www.mais.nrw.de/03_Integration/004_foerderbereiche/005_migrantenselbstorganisation/index.php