Pressespiegel:

  • 09. September 2014
Am 9.9. erschien im Westfalen-Blatt:

Früherkennung wird wichtiger

Erster Bielefelder Aktionstag gegen Krebs: Initiatoren legen nach
Moderne Diagnostik im Kampf gegen Krebs herausstellen, Therapien aufzeigen, ist ihre Aufgabe (von links): Alexander Katalinic, Dominique Finas, Jesco Pfitzenmeier, Günter Garbrecht, Florian Weißinger und Rainer Norden. Foto: Volker Zeiger

Früherkennung wird wichtiger

Erster Bielefelder Aktionstag gegen Krebs: Initiatoren legen nach

Bielefeld(vz). Im Kampf gegen die heimtückische Krankheit Krebs stehen Mediziner und eine Reihe von Komplementärangeboten den betroffenen Menschen bei. Das hat der erste Aktionstag »Bielefeld gegen Krebs« von Fachkliniken des Evangelischen Krankenhauses (EvKB) verdeutlicht.

Gut 200 Interessenten nahmen die Vortrags- und Gesprächsangebote in kleineren Gruppen wahr. Gerade deshalb und weil die Krankheit Krebs mit ihren unterschiedlichen Formen weiterhin beschäftigen werde, soll es in zwei Jahren wieder einen Aktionstag in der Innenstadt geben, sagte Sandra Gruß, EvKB-Sprecherin. Dann werden weitere Krebsformen ge dargestellt und Komplementärmediziner zu Wort kommen.

Im Theater am Alten Markt stellten Chefärzte aus neun EvKB-Fachkliniken die Arbeit ihrer Abteilungen in Vorträgen dar. Die Brustklinik informierte über alles Wichtige zur Diagnosik und Therapie bei Brustkrebs, das Bauchzentrum ging auf Behandlungsmöglichkeiten bei Bauspeicheldrüsenkrebs ein. Fachärzte des Lungenzentrums erläuterten ihre Therapien. Mit Leukämie und Lymphdrüsenkrebs befasste sich die Klink für Innere Medizin von Prof. Dr. Florian Weißinger. Egal, um welche der schlimmen Krebserkrankungen es gehe, wichtig sei die Früherkennung, sagte Weißinger. »Je eher der Krebs erkannt wird, umso besser kann er therapiert werden«, sagte der Chefarzt. Dem Appell schloss sich in einem Grußwort der Landes- und Gesundheitspolitiker Günter Garbrecht (SPD) an.

Dennochgebe es einen hohen Beratungsbedarf, sind sich die Fachärzte einig. Die Fallzahlen nähmen zu, obwohl die Risikofaktoren bekannt seien und eine gesunde Lebensweise beschworen werde. Beste Möglichkeit der Prävention sei nicht zu rauchen, sich gesund zu ernähren, körperliche Bewegung, vorsichtiger Umgang mit UV-Strahlung. Dazu komme als wichtiger Baustein die Früherkennung, ergänzten sowohl Dr. Rainer Norden, Vorsitzender der EvKB-Geschäftsführung und Dr. Weißinger. Auf Vorsorge und den Umgang mit Angehörigen gingen Vorträge und Arbeitsgruppen ein. Nicht nur Ärzte, sondern auch Berater standen mit konkreten Hilfsangeboten zur Seite. Der psychoonkolgische Dienst etwa unterstützt in akuten Krisen, erklärte Christine Scherb. Die Diplompsycholgin informierte an einem Stand im Theater am Alten Markt. Wie sehr solche Hilfen benötigt werden, habe sich in einem der Arbeitskreise gezeigt in dem es um Folgen einer Krebserkrankung auf das direkte familiäre Umfeld habe. Vielen brenne das Thema auf der Seele, doch trauten sie sich nicht, das zu äußern, sagte EvKB-Sprecherin Sandra Gruß. Begleitende Dienste sollten daher weiter in das Bewusstsein rücken.

Der nächste Krebsinformationstag steht in zwei Jahren und dann auch wieder in der Innenstadt bevor. Zunächst lasse das EvKB das Vorhaben »Rauchen – nein danke« in den Sekundarstufen I 2015 anlaufen, betonte Sandra Gruß.