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  • 30. April 2015

Günter Garbrecht: Streit um Pflegenoten bringt nichts – NRW schafft Transparenz

Düsseldorf/ Bielefeld. In Berlin wird um den sog. „Pflege-TÜV“ gestritten. Zur Bewertung des bisherigen Pflegenotensystems bestehen unterschiedliche Auffassungen in der Koalition. Nach Auffassung des Vorsitzenden des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, Günter Garbrecht, bringt der Streit keinen Fortschritt. Die bisherigen Pflegenoten haben für Betroffene, Angehörige und die in der Pflege Tätigen keine transparente Grundlage für die Qualitätsbeurteilung geschaffen.
Garbrecht: „Pflegekassen und Heimträger haben sich in der Vergangenheit gegenseitig blockiert, wenn es um die Herstellung von wirklicher Transparenz ging.“ Das Mängel in der Pflege mit gutem Essen verrechnet werden oder auch die Freizeitgestaltung solche Mängel bei der Beurteilung ausgleicht, ist nicht weiter hinnehmbar. Nach Auffassung von Günter Garbrecht bringt aber die vom Pflegebeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, ins Spiel gebrachte sofortige Aussetzung nichts. „Hier werden Pflegekassen und Träger aus ihrer Verantwortung entlassen für Qualität und Transparenz zu sorgen“, so Garbrecht, der im Übrigen auf alternative Verfahren hinweist, die in der Bielefelder Universität (Institut für Pflegewissenschaften) entwickelt wurden und sich erfolgreich in der Erprobung befinden. Bis zu Einführung eines umfassenden neuen Systems zur Beurteilung von Qualität in der Pflege hält es der NRW-Landtagsabgeordnete für sinnvoll, die Gesamtnote zwar zu streichen aber einzelne Teilergebnisse schriftlich zu ergänzen. Darüber hinaus weist Günter Garbrecht auf die in NRW praktizierte Heimüberprüfung hin, bei der die Prüfergebnisse mit der Feststellung von Mängeln u.a. auch in leicht verständlicher Sprache veröffentlicht werden. „Ein beispielhafter und durchaus nachahmenswerter Weg“, sagt Garbrecht.

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