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  • Bielefeld, 30. November 2015

Reform der Pflegeausbildung ist überfällig.

Günter Garbrecht zum Entwurf für ein Pflegeberufsgesetz
Die Ausbildung im Pflegebereich steht vor einem grundsätzlichen Wandel. Den letzte Woche in Berlin vorgelegten Referentenentwurf für eine grundlegende Reform der Pflegeausbildung begrüßt der Bielefelder Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des NRW-Gesundheitsausschusses ausdrücklich.
Bereits im rot-grünen Koalitionsvertrag in NRW ist festgeschrieben: „Darüber hinaus wollen wir die inhaltliche wie auch strukturelle Weiterentwicklung des Berufsfelds Pflege und dabei auch eine Neuausrichtung hin zu einer gemeinsamen und einheitlichen Ausbildung von Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege unterstützen und hierzu geeignete Konzepte vorlegen.“ Ergebnisse zahlreicher Modellprogramme, auch in NRW, haben gezeigt, dass die einheitliche Pflegeausbildung die Kompetenzen vermitteln kann, die Grundlagen sind für einen modernen, attraktiven und zukunftsorientierten Pflegeberuf.
Günter Garbrecht: „Die mit dem Pflegeberufegesetz geplante Weiterentwicklung ist überfällig, um die Pflege auf die sich ändernden und sich weiter vermischenden Versorgungsbedarfe einer älter werdenden Gesellschaft auszurichten.“ Die Schulgeldfreiheit, die es in NRW schon lange gibt, und eine Ausbildungsvergütung werden die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen. Bund und Länder werden sich an den Kosten beteiligen, die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung mit rund 270 Millionen Euro und über eine Umlage auch alle Krankenhäuser und Pflegeheime, die nicht ausbilden.
Mit der Einführung des Pflegestudiums als Ergänzung zur beruflichen Pflegeausbildung werden die guten Erfahrungen aus den nordrhein-westfälischen Modellstudiengängen aufgegriffen und wird das Ansehen des Pflegeberufes insgesamt und besonders der Altenpflege gesteigert. Was möglich ist, zeigt sich in der Steigerung der Ausbildungskapazitäten in der NRW-Altenpflege um gut 80 Prozent.
„Wir in NRW drängen schon lange auf höheres Niveau und mehr Ausbildungsplätze. Jetzt hoffe ich auf eine zügige Verabschiedung, damit Pflegeschulen und Ausbildungsbetriebe hinreichend Zeit haben sich auf die neue Situation einzustellen und der erste Ausbildungsjahrgang 2018 starten kann“, so Günter Garbrecht.