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  • Düsseldorf/Bielefeld, 10. Dezember 2015
Günter Garbrecht, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Stiftung Wohlfahrtspflege fördert mit 2,7 Millionen Euro Projekte in OWL

Im Rahmen der Initiative „Pflege inklusiv“ fördert die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW Modellprojekte in Ostwestfalen-Lippe mit rd. 2 Millionen Euro. „Uns ist die Si-cherung der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen wichtig!“ sagt Günter Gar-brecht, MdL und Vorsitzender des Stiftungsrates. In einer Vorstandssitzung am Dienstag in Düsseldorf wurde auch die Förderung von drei großen Modellprojekten mit jeweils 700.000 € in der Region OWL beschlossen.

Einmal geht es um die Weiterentwicklung stationärer Pflegeeinrichtungen. Ziel ist dabei die Vermeidung zunehmender Pflegebedürftigkeit, Erhalt der verbliebenen Gesundheit, größtmöglicher Lebensqualität sowie selbstbestimmter Teilhabe. Im Verbund von Alters-Institut Bielefeld, AWO-Bezirksverband, Bethel, dem Johannis-werk, der Uni Bielefeld und den Städten Herford und Bielefeld sollen übergreifende Pflegezentren entwickelt werden. In diesen werden dann in einem umfassenden Angebot die unterschiedlichen Leistungen der ambulanten, teilstationären und sta-tionären Versorgung gebündelt. Den jeweils individuellen Ansprüchen Pflegebe-dürftiger soll damit noch besser gerecht werden.

In einem zweiten Projekt steht die bessere Versorgung lern- und körperbehinderter Menschen im Krankenhaus im Mittelpunkt. Das Evangelische Krankenhaus Biele-feld, das Krankenhaus Mara und die Fachhochschule der Diakonie arbeiten in ei-nem Forschungsprojekt zusammen. Hier sollen Erkenntnisse gewonnen werden, inwieweit spezielle Pflege-Experten, sog. „Clincal Nurse Specialists“, vor einer Krankenhausbehandlung lern- und körperbehinderter Patienten bei diesen Ängste abbauen und Orientierung geben können und letztlich zu einem besseren und schnellerem Heilerfolg beitragen.

Drittens widmen sich der Caritasverband im Erzbistum Paderborn und der Paritäti-sche Wohlfahrtsverband NRW der Verzahnung früher Förderung und Kindertages-stätten. In der Praxis findet bisher in der Regel eine Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen nicht statt. Zur Verbesserung der Teilhabechancen der Kinder soll ein Konzept zur Verbesserung und Stärkung der Kooperation zwischen Frühför-derstellen und Tageseinrichtungen für Kinder entwickelt und erprobt werden.

Und dann wurden noch 600.000 € bereitgestellt, um dem Robert-Nußbaum-Haus der AWO in Minden den notwendigen Brandschutz zu ermöglichen. Damit kann eine Schließung des Seniorenzentrums mit rd. 70 Plätzen abgewendet werden. „Hier ist die Sicherheit pflegebedürftiger Menschen wichtig!“ so Günter Garbrecht, der sich als Stiftungsratsvorsitzender darüber freut, die freie Wohlfahrtspflege auch in OWL mit erheblichen Beträgen unterstützen zu können.

Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW wurde 1974 durch das Landesspielbankgesetz ins Leben gerufen und fördert Projekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche, Menschenmit Behinderung und alte Menschen. In 2015 wurde ein Fördervolumen von über 30 Mio. Euro durch die Beschlüsse des Stiftungsrates gebunden. Die Hälfte der Förderung fließt in Modellprojekte, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation der Zielgruppe in Nordrhein-Westfalen führen sollen.

https://www.sw-nrw.de/home/aktuelles/news/article/197-sitzung-des-stiftungsrates-am-08122015/