Pressemitteilung:

  • Bielefeld/Düsseldorf, 11. Februar 2016

Die Aufwertung der Pflege - ein erster Schritt, dem noch weitere folgen müssen.

Günter Garbrecht: Die Aufwertung der Pflege - ein erster Schritt, dem noch weitere folgen müssen.

„Mit der Vorlage des Entwurfs zur Reform der Pflegeausbil-dung hat die Bundesregierung endlich den notwendigen Schritt getan, um bei die-sem seit Jahren diskutierten Thema weiter zu kommen“. So jetzt Günter Garbrecht, Vorsitzender des NRW-Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die bisherigen drei Ausbildungen in der Pflege sollen zu einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung zusammengeführt werden.

Mit dem Entwurf für das Pflegeberufegesetz ist ein Meilenstein erreicht für die längst überfällige Neuordnung der Ausbildung in den Pflegeberufen. Nach Auffassung des Bielefelder Abgeordneten müssen Inhalte und Rahmenbedingungen weiter präzisiert werden. Garbrecht stimmt NRW-Gesundheitsministerin Steffens ausdrücklich zu, wenn sie sagt: „Wenn ich gleich ausbilde, muss ich auch gleich bezahlen.“ Ebenso ist es richtig, dass die neue Pflegeausbildung mehr sein muss, als die Aneinanderreihung von Pflegetätigkeiten. Pflege als eigener Bereich bedarf der Erhebung des Bedarfs, der Versorgungplanung sowie der Überprüfung der Pflegequalität und einer verbesserten Personalbemessung.

Zwingend ist die Einführung eines Personalbemessungssystems für alle Bereiche. Neben der angemessenen, gleichen Bezahlung geht es um Arbeitsbedingungen und ein Arbeitszeitsystem, das die Interessen der Beschäftigten in den Vordergrund stellt und gleichzeitig weniger Teilzeit und mehr Vollzeit in der Pflege ermöglicht.
Garbrecht erwartet weiter, dass bei der vorgesehenen Umstellung auf die neue Pflegeausbildung ausreichend lange Übergangsfristen vorgesehen werden. Befürchtungen, die Qualität der Ausbildung verschlechtere sich, hält der Abgeordnete angesichts der auch künftig vorgesehenen Schwerpunktsetzungen in der gemeinsamen Ausbildung für übertrieben.

Hinzu kommt, dass neben der fachschulischen Ausbildung mit der gleichberechtigten Einführung einer grundständigen akademischen Ausbildung das Angebot quantitativ und qualitativ erweitert wird. „Das erweiterte Tätigkeitsfeld und die gesetzliche Verankerung der Durchlässigkeit von der Helferausbildung bis hin zum akademischen Abschluss steigert die Attraktivität der Berufe deutlich und holt vor allem die Altenpflege aus der beruflichen Sackgasse“, zeigt sich Günter Garbrecht überzeugt, dass die Reform der Pflegeausbildung auf dem richtigen Weg ist.

Weitere Infos (u.a. Text des Entwurfs) auf der Seite des Bundesfamilienministeriums