Pressemitteilung:

  • Bielefeld, 23. Februar 2016
Kompetenzzentrum für selbstbestimmtes Leben

Selbstbestimmtes Leben wird gefördert – 330.000 Euro für Café 3b

„Betroffene beraten Betroffene“ nach diesem Grundsatz wird im Café 3b (Beratungs- und Begegnungsstätte für Behinderte e.V.) in der Bielefelder Feilenstraße gearbeitet. Zur Erweiterung und Vertiefung des Angebotes hat man sich um eine Landesförderung als Kompetenzzentrum für selbstbestimmtes Leben (KSL) beworben. „Mit rund 330.000 Euro fördern wir jetzt diese wichtige Beratungs- und Begegnungsstätte in Bielefeld“, so Günter Garbrecht MdL. Der Bielefelder Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales macht sich seit langem dafür stark, die UN-Behindertenrechtskonvention vor Ort in praktische Politik umzusetzen. „Insbesondere für Menschen mit Behinderungen ist es nicht einfach, die Vielzahl der gesetzlichen Bestimmungen sowie die Vielfalt von Unterstützungsleistungen und –anbietern zu überschauen und die jeweilig besten herauszusuchen“, so Garbrecht.

Neben dem Bielefelder KSL werden Zentren in Dortmund (Mobile e.V.); Düsseldorf (Pro Mobil e.V.); Köln (Zentrum für selbstbestimmtes Leben Köln e.V.) sowie in Münster (Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe e.V.) gefördert.

Im Café 3b, das auch von der NRW-Stiftung Wohlfahrtspflege gefördert wurde, wird seit Jahren kompetent zum persönlichen Budget beraten. Dies wird man demnächst aufgrund der Förderung nach dem Aktionsplan „NRW-inklusiv“ noch umfassender tun können. Das Zentrum unterstützt in allen Fragen, die mit Behinderung bzw. Beeinträchtigung in Verbindung stehen, oder vermitteln die jeweils passenden Ansprechpartner/-innen.

Darüber hinaus ist man Kooperationspartner für alle Institutionen und Verbände, die sich mit Fragen der Beeinträchtigung und Behinderung beschäftigten. Oberstes Ziel ist die Stärkung selbstbestimmter Lebensformen. Als regionales „Teilhabezentrum“ dient man zudem der Vernetzung bestehender und zukünftiger Initiativen zur Entwicklung der inklusiven Region OWL. Auch mit dem neuen Bundesteilhabegesetz wird die weitere Beratung von Betroffenen durch Betroffene („Peer-Counseling“) gefördert. „Trotz aller Dezentralisierung von Angeboten der Behindertenhilfe gibt es einen zusätzlichen Bedarf durch große Trägerverbünde– von der Lebenshilfe über die Diakonie bis zur Caritas“, blickt Günter Garbrecht in die Region.