Meldung:

  • Bielefeld/Düsseldorf, 01. Juni 2016

Richtig. Wichtig. Lebenswichtig. – Tag der Organspende 4. Juni

„Über 10.000 Patienten warten in Deutschland derzeit auf eine Organtransplantation. Das ist für viele die einzige Chance, zu überleben“, so Günter Garbrecht MdL und Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales im NRW-Landtag. Darum ruft auch er anlässlich des Tages der Organspende am 4. Juni dazu auf, sich zu entscheiden für einen Organspendeausweis, in dem jede und jeder seinen Willen zum Organspenden dokumentieren kann.
Wie die Entscheidung letztendlich ausfällt, bleibt einem dabei selbst überlassen. Wichtig ist vor allem, dass man sich entscheidet. Denn eine selbstbestimmte Entscheidung entlastet auch die Angehörigen, die ansonsten im Ernstfall nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen befragt werden. Schon allein deshalb sollte jeder seinen Willen in einem Organspendeausweis dokumentieren und seine Familie darüber informieren. Die Entscheidung wird nirgends registriert und kann formlos geändert werden, indem ein neuer Ausweis ausgefüllt wird.
Seit knapp drei Jahren gilt für die Organspende die sogenannte Entscheidungslösung. Sie sieht vor, dass jeder Mensch sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen soll. Das Ja oder das Nein kann im Organspendeausweis dokumentiert werden.
Leider startete das Gesetz unter denkbar schlechten Bedingungen. Betrugsfälle mit Organen haben das Vertrauen in das System der Organspende erschüttert. Dadurch ist die Spendenbereitschaft zurückgegangen. Den über 10.000 Wartenden stehen rd. 3.000 Organe gegenüber, die im vergangenen Jahr transplantiert werden konnten.
Es bedarf eines verstärkten Einsatzes aller Beteiligten, das Vertrauen in die Organspende zu festigen. Mit unangemeldeten Prüfungen, der Stärkung der Aufsicht sowie fälschungs- und manipulationssicherer Patientenakten ist der richtige Weg beschritten. Denn am Wert der Organspende hat sich nichts geändert. Durch sie werden schwerkranke Menschen gerettet. Günter Garbrecht: „Eine Organspende kann als Ausdruck von Solidarität zwischen den Menschen ein Zeichen für mehr Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit setzen.“

Der Organspendeausweis zum Herunterladen oder Bestellen bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
BZgA