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  • Bielefeld, 17. Juni 2016

Hilfsfonds für behinderte ehemalige Heimkinder kommt

„Sie brauchten Obhut, ein sorgendes Heim, Hilfe und Zuwendung, fanden in vielen Fällen aber Demütigung, Gewalt, Erniedrigung und Missbrauch. Ehemalige Heimkinder mit Behinderungen bekommen endlich finanzielle Hilfe und Anerkennung.“ Erleichtert zeigt sich Günter Garbrecht MdL, Vorsitzender des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, über die Einigung in Sachen Heimkinderfonds II beim gestrigen Treffen zwischen den Ministerpräsidenten und dem Kanzleramt. Gemeinsam mit allen Fraktionen im NRW Landtag hatte Garbrecht in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass in NRW alle Voraussetzungen geschaffen wurden, dass die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ ihre Arbeit aufnehmen kann.

Die Vereinbarung zwischen Bund und den Länder sieht vor, dass Betroffene eine pauschale Geldleistung in Höhe von 9.000 Euro erhalten. Außerdem soll es Rentenersatzzahlungen in Höhe von 3.000 (bei einer Arbeitsdauer bis 2 Jahren) und bei einer Arbeitsdauer darüber hinaus weitere 2.000 Euro geben, sofern Menschen mit Behinderungen im Rahmen ihrer Unterbringung Arbeitstätigkeiten nachgehen mussten, für die keine Sozialversicherungsbeiträge entrichtet wurden. In der Summe ergäbe dies max. 14.000 €.

Die seit rund drei Jahren laufenden Verhandlungen und Vorbereitungen von Bund, Ländern und Kirchen für Hilfen hätten auch schon bereits im letzten Jahr nach der Einigung zwischen den Arbeits- und Sozialministerien der Länder abgeschlossen werden können, wenn nicht einzelne Finanzminister dem widersprochen hätten.
Garbrecht ist froh darüber, dass nun doch auf Basis Vorstellungen der Fachministerien in Bund und Ländern eine Lösung gefunden wurde. Günter Garbrecht: „Die betroffenen Menschen warten viel zu lange auf einen gerechten finanziellen Beitrag zur Anerkennung des ihnen zugefügten Leids und Unrechts. Ich hoffe, dass die Hilfe nun bald bei den Betroffenen ankommt.“