Pressespiegel:

  • Bielefeld, 20. Januar 2005
Neue Westfälische

In den Landtag nur direkt

SPD- Kandidaten Gießelmann und Garbrecht können kaum auf Reserveliste hoffen
Gießelmann, Groschek, Garbrecht, Clausen

Gießelmann, Groschek, Garbrecht, Clausen (Foto: Andreas Frücht)
Ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl hatte die Bielefelder SPD schon am 22. November nominiert. Günter Garbrecht tritt im Wahlkreis 92 an, der die Stadtbezirke Gadderbaum, Mitte und Schildesche umfasst. Die Vorsitzende der Partei in Bielefeld, Helga Gießelmann, bewirbt sich im Wahlkreis 93, der aus den Stadtbezirken Brackwede, Heepen, Senne, Sennestadt und Stieghorst gebildet worden ist. Beide gehören dem jetzigen Landtag an.

Die Stadtbezirke Dornberg und Jöllenbeck gehören mit den Kommunen des Altkreises Halle zum Landtagswahlkreis 94. Die SPD hat dort am 26. November mit Bielefelder Beteiligung die frühere Gütersloher Landrätin Ursula Bolte als Direktkandidatin benannt. Sie wohnt in Steinhagen. Auch sie gehört dem gegenwärtigen Landtag an.
"Wer seinen Wahlkreis nicht direkt gewinnt, wird es schwer haben, die Stadt weiterhin in Düsseldorf zu vertreten", beurteilte gestern der SPD-Unterbezirksgeschäftsführer Wilfried P. Schrammen die Aussichten der Bielefelder Bewerber auf ein Listenmandat.
Am vergangenen Wochenende hatte der Regionalvorstand über einen Platzierungsvorschlag der Kandidaten aus Ostwestfalen-Lippe beraten. Erste Wahl soll dabei Landesverkehrsminister Dr. Axel Horstmann (Herford) werden, gefolgt von Landesschulministerin Ute Schäfer (Lage). Im Wechsel von männlichen und weiblichen Bewerbern käme Karl-Heinz Haseloh (Hille) vor Helga Gießelmann. Auf der Landesliste würde das etwa den Plätzen 19 (Schäfer), 28 (Haseloh) und 38 oder 39 für Gießelmann entsprechen. Diese Eingruppierung gilt als kaum aussichtsreich für ein Mandat über die Reserveliste.
Die OWL-Reihenfolge soll bei einem Regionaltreffen am 04. Februar im Haus Neuland festgelegt werden. Als Vertreter zur Landeskonferenz nach Bochum schickt die Bielefelder SPD: Helga Gießelmann (109 Stimmen), Holm Sternbacher (82), Heinz Hunger und Kadim Uzunyayla (je 61), Ingo Stucke (60), Gabriele Schäfers-Wieneke (55), Ingeborg Abendroth (48) und Maren Dreeßen (37).