Pressespiegel:

  • 27. Juni 2007
Neue Westfälische

„Unerträglich und oft unehrlich“

Günter Garbrecht (SPD) zur Tierpension
Die Standortdebatte betrifft allein das Grundstück Spenger Straße 113, nicht (NW von gestern) das Nachbargrundstück Spenger Straße 109, das ursprünglich ebenfalls als möglicher Standort der Einrichtung ins Auge gefasst worden war. Die Bewohner des Hauses Nr. 109, Mieter des städtischen Immobilienservicebetriebs, bestätigen, dass ein Mitarbeiter des ISB sie gefragt hat, ob sie sich einen Umzug vorstellen können. Mittlerweile wollen sich auch die Bewohner dieses Hauses in die Unterschriftenliste gegen die Tierpension eintragen.

Nicht amüsiert war Günter Salzwedel (BfB), Mitglied der BZV Jöllenbeck, als er von der bevorstehenden Baugenehmigung für das Grundstück Nummer 113 hörte. Die Bezirksvertretung hatte das Projekt unlängst mit Gegnern und Befürwortern diskutiert, offenbar in dem Glauben, dass die Verwaltung ohne den Segen der Bezirksvertretung keine Genehmigung erteilen kann. Ein Irrtum.

Garbrecht stört, dass sich die Bund der Steuerzahler und der Spenger Bürgermeister in die Debatte eingeschaltet haben (NW von gestern). Die Tierpension sei kein Wirtschaftsbetrieb, sondern eine Qualifizierungsmaßnahme, mit der an HIV erkrankte Menschen (nicht ausschließlich, d. Red.) wieder ins Arbeitsleben integriert werden sollen. Wie bei allen vergleichbaren, öffentlich geförderten Maßnahmen sei die Frage der Wirtschaftlichkeit nachrangig.

Vom Spenger Bürgermeister Christian Manz (CDU) erwartet Günter Garbrecht „mehr Sensibilität“: Kein Spenger Bürger sei von der Tierpension direkt betroffen.