Pressespiegel:

  • 28. Juni 2007
Neue Westfälische

Sozialdezernat: Kritik an neuer Struktur

Unverständnis bei SPD / Auch Kita-Leiterin irritiert
Garbrecht
Garbrecht, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat, weiter: „David ignoriert alle Erkenntnisse einer zeitgemäßen Verwaltungsorganisation.“ Alle Städte in NRW bündelten die Aufgaben von Schule und Bildung, Jugend und Betreuung unter einem Dach, nur in Bielefeld würden diese Erkenntnisse ignoriert und die Aufgabenbereiche auf zwei Dezernate (Schule und Soziales) verteilt.

Garbrecht kritisiert David (CDU) weiter: „Dieses alles ist aber wenig verwunderlich, wenn der Oberbürgermeister bei so weit reichenden Entscheidungen nicht ein einziges Mal die Fachkompetenz des zuständigen Dezernenten einholt und die Erfahrungen des Personalrates völlig ignoriert.“

Für den Sozialdemokraten verstoßen Eberhard David sowie der die Pläne umsetzende Kämmerer und Personaldezernent Franz-Josef Löseke mit der Neu-Strukturierung des Sozialdezernates auch gegen einen gültigen Ratsbeschluss. „Nach diesem Beschluss soll eine Ämterumgestaltung wie die jetzt beabsichtigte erst im Anschluss an eine Dezernats-Neuaufteilung erfolgen – diese steht jedoch noch aus.“

Kritik kommt auch aus Kreisen der Kindertagesstätten. Die von der NW dargestellte Entmachtung von Noch-Amtsleiter Karl-Heinz Voßhans lasse „für Bielefeld nichts Gutes ahnen“ sagt Inge Freye, Leiterin der Kita Villa Kunterbunt. Mit Voßhans sei stets eine „hervorragende, gute Zusammenarbeit möglich gewesen“. Sie lobt, dass sich Voßhans gegenüber der Landesregierung sehr kritisch über das neue Kindergartenbildungsgesetz (KiBiz) geäußert habe.

Garbrecht gibt der Umstrukturierung eine maximale Lebensdauer von zwei Jahren – „bis zur nächsten Kommunalwahl“.