Pressespiegel:

  • 18. Oktober 2007
Neue Westfälische

Eine Anlaufstelle für Ostwestfalen

Garbrecht will Zusammenarbeit der Kommunen
Nach dem Vorbild der Städte Gelsenkirchen und Bottrop sowie des Kreises Recklinghausen sollten die OWL-Gemeinden das Versorgungsamt in Bielefeld weitgehend unverändert übernehmen und in kommunaler Trägerschaft weiterführen, sagte Garbrecht unserer Zeitung.
Nach dem Beschluss der CDU-FDP-Koalition werden die elf Versorgungsämter in NRW Ende dieses Jahres aufgelöst, ihre Aufgaben – Betreuung von Behinderten, Kriegsopferversorgung, Bearbeitung von Eltern- und Erziehungsgeldangelegenheiten – werden den Kommunen übertragen. Gegen die geplante Kommunalisierung hatten sowohl die kommunalen Spitzenverbände wie auch zahlreiche Behinderten- und Sozialverbände protestiert.
Garbrecht sagte zur Begründung, die Übernahme des Versorgungsamtes Bielefelds mit rund 200 Mitarbeitern in die Trägerschaft der Stadt und der sechs Kreise sei in jeder Hinsicht die beste Lösung. Die Kommunen sparten Kosten, die Behinderten behielten ihre gewohnte Anlaufstelle, den Beschäftigten, von denen ein hoher Anteil selbst schwerbehindert ist, blieben Umzüge und Versetzungen erspart, und die hohe Leistungskraft der jetzigen Verwaltung bleibe erhalten. Die Kommunen müssten jetzt über den Kirchturm hinausdenken. „Versorgungsverwaltung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die gemeinsam geschultert werden muss“, sagte Garbrecht.