Pressespiegel:

  • Bielefeld, 01. Dezember 2007
Neue Westfälische

Organspende soll transparenter werden

Krankenhäuser müssen Pflichtbeauftragte einstellen
Garbrecht
Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Landtags, der Bielefelder Abgeordnete Günther Garbrecht (SPD), sagte gegenüber dieser Zeitung, damit werde die Konsequenz daraus gezogen, dass NRW bei den Organspenden zwar aufgeholt habe, aber noch Schlusslicht im bundesweiten Vergleich sei. Während im Bundesdurchschnitt auf eine Million Menschen 15,3 Organspender kommen, sind es in NRW erst 13. Von 339 NRW-Krankenhäusern haben bisher nur 156 einen Transplantationsbeauftragten installiert. Auch der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), der Bielefelder Chirurg Dr. Theo Windhorst, begrüßt die gesetzliche Regelung, die aus der Kann- eine Mussbestimmung macht. Der Transplantationsbeauftragte sei damit endlich eine gesetzlich autorisierte Person, die nun in den Kliniken eingefordert werden könne.

Um deren Arbeit zu unterstützen, hat die ÄKWL in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation gestern erstmals ein Fortbildungsseminar für Ärzte und Pflegekräfte begonnen, das bundesweiten Pilotcharakter hat. Dazu Windhorst: „Wir wollen die Sensibilität für den hohen medizinischen Wert der Organspende wecken und das Vertrauen in ihren Ablauf stärken.“