Pressemitteilung:

  • 07. März 2008

Weltfrauentag 2008: Jetzt sind wir dran!


Gerda Kieninger, AsF-Landesvorsitzende
Bis zu 30% weniger Lohn für gleiche Arbeit erhalten Frauen in Deutschland in einigen Branchen. Das ist eines der frappierenden Ergebnisse des aktuellen EU-Berichts zur Gleichstellung von Frauen und Männern.

„Es wird höchste Zeit, dass Frauen nicht nur auf dem Papier, sondern auch faktisch gleichberechtigt sind wenn es um Löhne, Gehälter und Karrierechancen geht“, forderte Gerda Kieninger, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in NRW anlässlich des diesjährigen Weltfrauentags.

Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 22% weniger als Männer und der Anteil der weiblichen Manager stagniert bei 27,4%. Erschreckend ist, dass gerade Deutschland im europäischen Vergleich bei fast allen Indikatoren des Gleichstellungsberichts der EU schlecht abschneidet.

„Dies beweist, dass Appelle und freiwillige Vereinbarungen alleine nicht ausreichen, um die Benachteiligung von Frauen spürbar abzubauen. Ich fordere die Frauenministerin von der Leyen, aber auch die Verantwortlichen in NRW auf, endlich aktiv gegen diese Diskriminierung vorzugehen. Bringen Sie ein Gesetz zur Gleichstellung in der Privatwirtschaft auf den Weg und unterstützen Sie unsere Initiative für einen gesetzlichen Mindestlohn. Gerade ein gesetzlicher Mindestlohn würde für viele Frauen endlich ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen“, so Gerda Kieninger.

„Leider bin ich gerade auf Landesebene nicht sehr zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, mit dieser Regierung die berechtigten Anliegen der Frauen in NRW voranzubringen. Es ist daher Zeit daran zu erinnern, dass 20 Jahre nach dem Quotenbeschluss der SPD heute viele Frauen bei uns in Führungspositionen gelangt sind und wir mit Hannelore Kraft in NRW eine hervorragende Alternative zum derzeitigen Ministerpräsidenten in unseren Reihen haben. Gerade nach dem großartigen Erfolg von Andrea Ypsilanti in Hessen, freue ich mich schon heute auf die Auseinandersetzungen im Wahlkampf 2010“, so die AsF-Landesvorsitzende Gerda Kieninger abschließend.