Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 28. Mai 2008

NRWSPD: Hannelore Kraft zum 15. Jahrestag des Mordanschlags von Solingen

Hannelore Kraft

Hannelore Kraft, Vorsitzende der NRWSPD
Vor 15 Jahren wurde in Solingen von vier rechtsextremistischen Jugendlichen ein brutaler Mordanschlag auf das Haus der Familie Genç verübt. Der Solinger Anschlag war 1993 der Höhepunkt einer Welle fremdenfeindlicher und rassistischer Anschläge auf Ausländer in Deutschland.

Diese verabscheuenswürdige Tat blieb nicht ohne Folgen. Die Solingerinnen und Solinger sind aufgestanden gegen Hass und Gewalt und haben damit ein Zeichen für das Miteinander in ihrer Stadt und darüber hinaus gesetzt.

Es war vor allem Mevlüde Genç, die nach dem schrecklichen Brandanschlag zur Versöhnung aufrief. Frau Genç hat bei dem Anschlag zwei ihrer Kinder, ihre Nichte und zwei Enkelinnen verloren. Sie ist nach der Tat mit ihrer Familie in Solingen geblieben und hat sich in vorbildlicher Weise für die Verständigung zwischen Deutschen und Türken eingesetzt.

Solingen mahnt uns aufeinander zuzugehen. Wir müssen unsere Fremdheit überwinden. In unserer Begegnung müssen wir einander zuhören und auf die Sorgen und Nöte der anderen eingehen, damit wir das gemeinsame Leben in Deutschland als Bereicherung begreifen lernen.