Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 21. Oktober 2008

Marlies Stotz: „Beste Bildung für Alle“ ist und bleibt unverzichtbar


Marlies Stotz, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) in NRW
Zum Bildungsgipfel erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) in NRW, Marlies Stotz: „Beste Bildung für Alle“ ist und bleibt unverzichtbar

„Von den Kleinsten in den Kindertageseinrichtungen über die Schulen bis hin zu den Hochschulen brauchen wir die beste Bildung. Und das bedeutet die Herstellung von Chancengleichheit für alle“, erklärt die AfB-Landesvorsitzende Marlies Stotz anlässlich des bevorstehenden Bildungsgipfels.

Die jetzt kurz vor dem Bildungsgipfel ans Tageslicht gekommene Studie zu Studiengebühren beweist erneut, dass es in diesem Land nicht gerecht zugeht. Studiengebühren schrecken Kinder aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Familien vom Studium ab. „Von der optimalen Förderung jedes einzelnen Talents sind wir weit entfernt. Dafür sind wir in Deutschland Spitze im Selektieren“, beklagt Stotz. „In Anbetracht des heraufziehenden Fachkräftemangels ist dies ein Skandal, den wir uns auch volkswirtschaftlich nicht länger leisten können.“

Die AfB-NRW fordert daher zum Bildungsgipfel ein Vorgehen nach zwei klaren Prinzipien. Erstens: Zuerst die Kleinen, da sich hier Bildungsinvestitionen besonders positiv und nachhaltig auswirken. Zweitens: Menschen aus einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen sind über alle Bildungsbereiche hinweg besonders zu fördern.

Als Maßnahmen zur Umsetzung unserer Ziele wollen wir den Kindergartenbesuch kostenlos für alle Kinder gewährleisten. Verbunden damit fordern wir eine Qualifizierungsoffensive Elementarpädagogik. Im Schulbereich wollen wir den Ausbau von Ganztagsschulen, längeres gemeinsames Lernen, Lernmittelfreiheit sowie die gezielte Unterstützung bei der Anschaffung von Schulzubehör im Rahmen der Sozialgesetzgebung. In diesem Zusammenhang muss auch das Schüler-BAföG mittelfristig gestärkt werden. Im Rahmen der Jugendhilfe sollte der Bund überdies ein Programm auflegen, um Sozialarbeiter und Psychologen an Schulen mit zu finanzieren. Um die Zahl der Studienanfänger und der Hochschulabsolventen zu erhöhen wollen wir das BAföG weiter ausbauen und die Hochschulen für herausragend qualifizierte Menschen ohne Abitur öffnen. Die Aufstockung des Hochschulhaushalts bei gleichzeitiger Abschaffung von Studiengebühren muss so schnell wie möglich erfolgen.

„Wir brauchen keine sozialen Barrieren oder Bildungsgebühren. Wir brauchen für die Zukunft unseres Landes mehr Geld für die Bildung auf allen Ebenen und in allen Bereichen unseres Bildungswesens“, so Marlies Stotz abschließend.