Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 06. Dezember 2008

Journalistische Meinungsvielfalt in Nordrhein-Westfalen erhalten

Der Landesvorstand der NRWSPD appelliert an Gesellschafter und Geschäftsführung der WAZ-Mediengruppe, vom geplanten Ein-Redaktionen-Konzept Abstand zu nehmen und die publizistische Meinungsvielfalt in Nordrhein-Westfalen zu erhalten.

Ein Rückzug des WAZ-Konzerns aus der Fläche und der Verbleib nur noch einer Tageszeitung in großen Teilen NRWs würden zu einem demokratisch fragwürdigen Meinungsmonopol führen.

Die WAZ-Mediengruppe ist gefordert, sich ihrer Verantwortung als einziger Medienkonzern des Ruhrgebiets mit tagesaktuellen Publikationen zu stellen. Gerade angesichts des Projektes „Kulturhauptstadt 2010“ und dem damit verbundenen Bedeutungszuwachs der Region wäre ein Ausbau des journalistischen Angebotes angezeigt.

Weiterhin appelliert der Landesvorstand der NRWSPD an die Konzernleitung, sich ihrer Verantwortung als Arbeitgeber zu stellen. Der angekündigte Abbau von bis zu einem Drittel aller Redaktionsarbeitsplätze ist sozialpolitisch nicht verantwortbar.

Angesichts der traditionellen Unternehmensphilosophie und der insgesamt guten Ertragslage des Konzerns sind betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen.

Die WAZ-Mediengruppe mit ihrer bisherigen Vielfalt und ihren qualitativ hochwertigen Publikationen ist ein unverzichtbares Stück NRW. Dabei muss es bleiben!