Pressemitteilung:

  • 26. Januar 2009

Gerhard Kompe, AG 60plus: Fünf Jahre real sinkende Rentenbezüge – wir fordern einen Ausgleich!

Gerhard Kompe, Landesvorsitzender der AG 60plus in Nordrhein-Westfalen, erklärt:

20 Millionen Rentner leisten seit Jahren ihren Beitrag zur Stabilität der sozialen Sicherungssysteme. Sie tragen volle bzw. Sonderbeiträge zur Pflege- und Krankenversicherung. Sie ertragen geringere Rentenerhöhungen durch Korrekturen über Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor.

Das Ergebnis: Die Kaufkraft ihrer Rentenbezüge ist um mindestens 10 Prozent in den letzten Jahren gesunken. Die angekündigte Rentenerhöhung in diesem Jahr schafft keinen wirklichen Ausgleich.

Ganz im Gegenteil: Weitere Einschnitte drohen. Das bestehende Gesetz schreibt vor, dass eigentlich nach dem Rechenmodus nicht vollzogene Rentenkürzungen und außerplanmäßige Rentenerhöhungen „nachgeholt“ werden müssen. Dies soll in den Jahren 2011 bis 2013 geschehen. Errechnete Rentenerhöhungen in diesen Jahren müssten in den alten Bundesländern um 2,95 Prozent und in den neuen um 2,5 Prozent gekürzt werden.

Eine weitere reale Verschlechterung der Einkommen älterer Bürgerinnen und Bürger ist mit dem allgemeinen Gerechtigkeitsgefühl nicht vereinbar. Es widerspricht dem Grundsatz, die Belastungen und Entlastungen möglichst gleichmäßig und weitestgehend gerecht zu verteilen. Eine weitere Einschränkung der Kaufkraft von 20 Millionen Rentnerinnen und Rentnern ist unter dem Gesichtspunkt der Verstärkung der Binnenkaufkraft ebenfalls nicht zu vertreten.

Die AG 60plus fordert daher: Der „Nachholfaktor“ muss abgeschafft werden. Die Streichung im Gesetz muss auch für die bisher vorgesehenen Kürzungen gelten.