Pressemitteilung:

  • Bielefeld, 27. Januar 2009

Günter Garbrecht: Weg für Mindestlöhne frei - Für 600.000 Beschäftigte in der Pflege gilt zukünftig ein Mindestlohn

Gerade die 600.00 Beschäftigten im Pflegebereich liegen dem Sozialpolitiker Günter
Garbrecht besonders am Herzen: "Sie leisten eine unschätzbare Arbeit für diese
Gesellschaft, die bisher nicht immer hinreichend gewürdigt wurde". Gerade in der
Pflegebranche ist ein Mindestlohn dringend notwendig. Nach Untersuchungen des
Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) muss bislang jede dritte Pflegekraft mit
sittenwidrigen Löhnen auskommen. Die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns
wird hier Abhilfe schaffen und ein Lohndumping in der Pflege verhindern.
Das Lohnniveau ist ein wichtiger Indikator für die Attraktivität und den gesellschaftlichen Stellenwert eines Berufsfeldes. Angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs in der
Pflege muss deshalb alles unternommen werden, die Berufsbilder in der Pflege aufzuwerten.
Der Mindestlohn ist dabei ein wichtiger Schritt. Eine leistungsgerechte Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist außerdem eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung der Pflegequalität.
„Bessere Löhne werden insgesamt dazu beitragen, dass die Arbeitnehmereinkommen
endlich ausreichen, den Lebensunterhalt aus eigener Arbeit zu bestreiten“, freut sich der
Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht. „Auch ein Großteil der Bevölkerung ist dafür, dass
man vor schlimmer Ausbeutung durch untere Lohngrenzen geschützt wird.“
Nicht jeder niedrige Lohn sei durch Konkurrenz bedingt. Zuweilen sei das Entgelt einfach so
gering, weil man es so durchsetzen konnte. „Wir nähern uns dem Grundsatz, dass jeder der
vollschichtig arbeitet, von seinem Verdienst auch leben kann. Das ist und war schon lange
eine Forderung der SPD. Ich freue mich sehr, dass die Union in diesem Punkt zur Vernunft gekommen ist“, so Garbrecht weiter. Im Übrigen schütze der Mindestlohn auch die Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter ordentlich bezahlen, vor unfairem Lohndumping.