Pressemitteilung:

  • Gelsenkirchen, 14. März 2009

Resolution der NRWSPD: Opel erhalten - Wir brauchen jetzt einen Pakt des Vertrauens!

Wir, die kommunalen Vertreter, die SPD-Abgeordneten von Land, Bund und Europa fordern geschlossen eine europäische Lösung für Opel ! Ziel ist es, möglichst alle Arbeitsplätze bei Opel und den Zulieferbetrieben zu erhalten. Alleine in Nordrhein-Westfalen sind bei Opel und den Zulieferern mehr als 25.000 Arbeitsplätze gefährdet. Es ist wirtschafts- und sozialpolitisch unverantwortlich, Opel ohne Schutz den Folgen der Krise des Mutterkonzerns in den USA auszuliefern.

Opel ist für Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa eines der wichtigsten technologischen Industrieunternehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertigen erstklassige Fahrzeuge. Die Werke arbeiten rentabel. Mit den richtigen Weichenstellungen wird Opel dauerhaft wirtschaftlich produzieren können.

Opel hat Zukunft. Die Technologie ist zukunftsfähig, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erstklassig qualifiziert, die Zulieferindustrie hochinnovativ. Wir sind überzeugt: Opel hat das Potenzial, nach der derzeitigen Krise der Automobilbranche als europäisches Unternehmen am Markt zu bestehen und seine Position auszubauen. Durch Investitionen in neue Fertigungstechniken und neue Modelle kann in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa ein Herzstück des Automobilienclusters erhalten werden. Das nützt nicht nur den Beschäftigten, sondern auch der Wirtschaft in der Region und dem Land NRW.

Wir brauchen jetzt einen Pakt des Vertrauens! Die Beschäftigten und ihre Betriebsräte, die Händler und Zulieferunternehmen sind bereit ihren Beitrag zur Schaffung eines europäischen Konzerns zu leisten. Jetzt darf der Staat die Hände nicht in den Schoß legen. Wir brauchen einen Pakt des Vertrauens zur Rettung der Industriearbeitsplätze - bei Opel und anderen Unternehmen, auch den kleinen und mittleren, die unverschuldet in die Krise geraten. Für diesen industriepolitischen Schutzschirm müssen auch die Banken ihren Beitrag leisten.

Gerade die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt, wie wichtig die Industrie für Beschäftigung und Wohlstand ist. Länder, die ihre Industrien abgewickelt haben und einseitig auf Finanzwirtschaft gesetzt haben, stecken tiefer in der Krise als Deutschland und Nordrhein-Westfalen mit seinen modernen industriellen Strukturen. Ein Schutzschirm für die Industrie ist eine Investition in die Zukunft. Das gilt besonders für Nordrhein-Westfalen, aber auch für Deutschland und Europa.

Die Politik muss jetzt geeint hinter Opel stehen. Es kann nicht sein, dass Einzelne aus CDU, CSU und FDP mit unbedachten und widersprüchlichen Äußerungen eine Zukunft für Opel aufs Spiel setzen oder gar verhindern. Wir fordern: Die Landesregierung muss sich ohne wenn und aber hinter Opel und seine Beschäftigten stellen! Ordnungspolitische Debatten dürfen politisch verantwortliches Handeln nicht verhindern.