Pressespiegel:

  • Espelkamp, 07. Mai 2009
Am 7. Mai erschien in der Zeitung Neue Westfälische folgender Artikel:

Wenn Menschen in Wohnungsnot geraten

Landespolitiker berieten im Hexenhaus Espelkamp über neue Fachstelle „Wohin“
Espelkamp (nw). Auf Initiative von Karl-Heinz Haseloh fand sich im Hexenhaus in Espelkamp eine sozialpolitische Runde ein. Der SPD-Landtagsabgeordnete traf sich mit Günther Garbrecht aus Bielefeld, dem Vorsitzenden des NRW-Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, der Geschäftsführerin des Hexenhauses, Elke Schmidt-Sawatzki, sowie der Leiterin der neuen kreisweiten Wohnungsnotlagen-Fachstelle „Wohin“, Ursula Büchsenschütz.


Hauptthema des intensiven Fachgespräches war die Situation von Menschen in Wohnungsnot, wie sie sich aktuell im Kreis Minden-Lübbecke darstellt, und aktuelle Maßnahmen dagegen. Im Mittelpunkt stand vor allem das neu gegründete regionale Netzwerk zur Vermeidung von Wohnungsnotlagen.


Das ehrgeizige Projekt, das Kreis, Kommunen, Wohnungswirtschaft und soziale Träger gemeinsam erarbeiteten, ermöglicht bereits kurz nach dem Start zu Jahresbeginn flächendeckend spezifische Hilfestellung.


Als erstes sichtbares Ergebnis des Netzwerkes wurde die Beratungsstelle „Wohin“ entsprechend ausgestattet. Gezielte Beratung, Unterstützung und Zusammenarbeit verkürze die Wege und beschleunige die Abläufe, um Wohnungslosigkeit und Wohnungsnotlagen zu beenden.


Die Politiker ließen sich auch von den Erfahrungen in der Kooperation zwischen den Stellen sowie in der konkreten Umsetzung der Hilfe seit Projektbeginn berichten. Sehr begrüßten sie die innovative Herangehensweise an die Fallarbeit. Die für den ländlichen Raum speziell zugeschnittene Form der Zusammenarbeit zwischen Stellen, die oft sonst wenig miteinander zu tun haben, werde gerade bei der unterschiedlichen Fragen von Zuständigkeiten positiv bewertet. Günther Garbrecht zeigte sich vor allem von den vielen gut funktionierenden Kommunikationswegen und -formen beeindruckt: „Ich empfinde diese engagierte Netzwerkarbeit als vorbildlich“. Haseloh stimmte dieser Einschätzung und dem Vorhaben voll zu.


Die rasche Klärung der Finanzierung und die sinnvolle Neuausrichtung des derzeit in der Diskussion stehenden Landesprogrammes, das auch den Beginn der Stelle im Kreis ermöglichte, wurde von allen Beteiligten in dieser Hinsicht als für den ländlichen Raum von großer Bedeutung erachtet.


Wunsch nach Organisation und Aufbau kooperativer Netzwerke


Auch spezifische Fragen der Bearbeitung der sich seit Einführung des SGB II verändernden Lage der Wohnungssuchenden wurden im Sinne von praktikablen Lösungen erörtert. Zur Sprache kamen vor allem die oft komplexen Multiproblemlagen der Familien und die nicht sofort erkennbaren Notlagen junger Erwachsener.


Beide Politiker nahmen aus der engagiert geführten Diskussion vor allem den Wunsch nach der Unterstützung des Aufbaus und Organisation kooperativer Netzwerke in den Landtag mit.