Meldung:

  • Bielefeld, 10. August 2009
Presse-Information des DRK Fahrdienst

Praktikum von Günter Garbrecht im DRK Fahrdienst

von Michael Beimdiek

Der Bielefelder SPD Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht machte sich ein sehr anschauliches Bild vom DRK Fahrdienst für Rollstuhlfahrer, in dem er einen Praktikumstag absolvierte.
Nach einer kurzen Einweisung fuhr Günter Garbrecht mit dem Zivildienstleistenden Alexander Billinger in dem durch die Aktion Mensch geförderten Mercedes Benz Sprinter eine übliche Tagestour kreuz und quer durch Bielefeld. Vom großen schweren Elektrorollstuhl bis hin zu kleinen zierlichen Nutzern konnte sich Garbrecht ein Bild vom Fahrdienst und insbesondere den Nutzern machen. Die Hilfe beim Verlassen der Wohnung, das Schieben zum und ins Fahrzeug und auch das Befestigen der sehr unterschiedlichen Rollstühle muss gelernt sein. Gerade die sehr unterschiedlichen Rollstühle, die unterschiedliche Anschnallsituation der Nutzer beeindruckte Garbrecht und vermittelte ihm die Alltagsprobleme im Fahrdienst. Über Sennestadt in die Innenstadt, Baumheide Jöllenbeck, Brackwede Heepen, ganz Bielefeld wird bedient, eine Möglichkeit Bielefeld kennenzulernen scherzt Garbrecht.
Der von der Stadt Bielefeld angebotene Behindertenfahrdienst wird vom Deutschen Roten Kreuz seit 1978 im Auftrag der Stadt Bielefeld organisiert und durchgeführt. Insgesamt hat das DRK über 10 Millionen Kilometer in Bielefeld gefahren und über 400000 Fahrten, eine stolze Bilanz wie Geschäftsführer Michael Beimdiek anmerkt.
Mit dem Fahrdienst haben Bielefelder BürgerInnen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, die Möglichkeit der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und den Alltag mobil gestalten zu gestalten. Sie können bis zu 12 Fahrten kostenlos monatlich im Stadtgebiet Bielefeld in Anspruch genommen werden. Der Fahrdienst ermöglicht die Teilnahme am öffentlichen Leben und ist ein unverzichtbares Angebot für die individuelle Lebensgestaltung von RollstuhlfahrerInnen. Der problemlose Besuch von Verwandten und Bekannten, von Gottesdiensten und Festlichkeiten, von kulturellen Veranstaltungen, sowie das Wahrnehmen von Arztterminen sind für RollstuhlfahrerInnen sehr wichtig. Die Kosten werden bei Fahrten zum Arzt durch die Krankenkassen getragen.
Aber auch Schulfahrten für behinderte Kinder, Fahrten zur Arbeit und Fahrten außerhalb des Stadtgebietes bietet das DRK an, ergänzt durch liegend und sitzend Transporte ins Krankenhaus oder zu Ärzten, mit den entsprechenden Spezialfahrzeugen.
Der Behindertenfahrdienst verfügt insgesamt über 10 Fahrzeuge. Die Fahrzeuge sind mit Klimaanlagen ausgestattet, die so zu jeder Jahreszeit für optimale Temperaturen sorgen. Es gibt sehr viele Fahrtwünsche, die durch die zusätzlichen DRK eigenen Fahrzeuge abgedeckt werden. Die modernen Spezialfahrzeuge ermöglichen Rollstuhlfahrern praktische und bequeme Fahrten - ohne mühsames Umsetzen und ohne Unterbringungsprobleme für den Rollstuhl. An besonderen Halterungen wird der Rollstuhl verkehrssicher befestigt. Alle Rollstühle können transportiert werden, geht nicht gibt’s nicht sagt Michael Beimdiek.
Insgesamt führt das DRK für die Stadt ca. 20.000 Fahrten durch und ermöglicht den gut 1.100 Berechtigten ihre Wohnung verlassen zu können, in dem sie z. B. auch über Treppen getragen werden.
Die speziell ausgebildeten Fahrerinnen und Fahrer kennen die besonderen Bedürfnisse der behinderten Menschen. Die Mitarbeiter des Fahrdienstes werden regelmäßig fortgebildet und auf besondere Situationen, wie auch im Straßenverkehr hin geschult. Freundlichkeit, regelmäßige Qualitätskontrollen und das Bedürfnis anderen Menschen zu helfen sind für uns selbstverständlich. Fahrtwünsche nimmt die Leitstelle des DRK unter Tel.: 0521/32 98 98 98 an, für die der Leiter Tim Hartmann verantwortlich ist.
Auf besonderen Wunsch fahren die Fahrzeuge zu jeder Tages- und Nachtzeit. Auch Fahrtbestellungen über das Internet sind möglich, unter www.sozialedienste.drk.de
Am Ende seines Praktikums hatte Garbrecht nicht nur lobende Worte, sondern auch viele Anregungen, die das DRK als Hausaufgabe gerne annimmt und versprochen hat zu prüfen, umzusetzen und den Landtagsabgeordneten auf dem Laufenden zu halten.


Bielefeld, den 29.07.09

Michael Beimdiek

michaelbeimdiek@sozialedienste.drk.de