Pressemitteilung:

  • Bielefeld, 10. August 2009
Sozialpolitik hautnah

Garbrecht im Otto-Riethmüller-Haus

Günter Garbrecht und Einrichtungsleiter Georg Döge

Günter Garbrecht und Einrichtungsleiter Georg Döge vor dem Pick-Up in der Gadderbaumer Straße 5
Die Sommerpause des Landtags NRW nutzte Günter Garbrecht wie in den Vor-ahren um mehr Erfahrung in der Praxis vor Ort zusammeln. Zu diesem Zweck absolvierte er ein dreitägiges Schnupperpraktikum im Otto-Riethmüller-Haus der von Bodelschwinghschen Anstalten. Dieses ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe für junge Menschen im Alter von 17 bis 27 Jahren, die wohnungslos sind und sich in besonderen persönlichen und sozialen Schwierigkeiten befinden.

Mit insgesamt 135 Plätzen bietet die Einrichtung ein differenziertes Wohn- und Hilfeangebot, das den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen der jungen Menschen gerecht wird. In Gruppen, Wohngemeinschaften und Einzelwohnungen werden die jungen Menschen professionell Begeleitet und Unterstützt, meist kommen sie aus schwierigen Familienverhältnissen und haben bereits eine be-wegte Vergangenheit hinter sich. Das Otto-Riethmüller-Haus bietet den Bewohnern –oft zum ersten Mal in ihrem Leben- einen Zuhause und Lebensmittelpunkt.
Ziel der Einrichtung ist es die Bewohner an ein selbstständiges Leben heranzuführen, sie darauf vorzubereiten, dass sie in einer eigenen Wohnung leben und eine berufliche Perspektive entwickeln können.

Während seines Praktikums begleitete Günter Garbrecht an verschiedenen Stationen der Einrichtung Mitarbeiter um einen Einblick in ihren Alltag zu bekommen. Die erste Station des Vorsitzenden des NRW - Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales war das Stammhaus. In der morgendlichen Startrunde, bevor es in die einzelnen Arbeitsprojekte ging, beeindruckte insbesondere, dass einzelne Teamleiter, die die Arbeitsprojekte anleiten, früher Bewohner des Otto-Riethmüller-Haus waren. Nach Ausbildung und Qualifizierung sind sie nun Festangestellte Anleiter, die einerseits Bespiel für Perspektive sind und anderseits natürlich genau wissen, wie die Bewohner "ticken".
Als nächstes lernte er die Wohngemeinschaften Haus Afrika und Haus Rohrteichstraße kennen. Er hatte die Möglichkeit an Besprechungen teilzunehmen und war bei Terminen in Außenwohnungen dabei. So bekam er einen guten Einblick in Krisen und Problemsituation die sich für junge Menschen ergeben. Außerdem war er zu Gast im Start-Up und Pick-Up. Anlaufpunkte für die jungen Erwachse-nen der Außenwohnungen und Wohngruppen in Bielefeld, neben hilfsbereiten Mitarbeitern, an die sich die Besucher jederzeit mit Ihren Sorgen und Nöten an die Mitarbeiter wenden können, gibt es hier die Möglichkeit ins Internet zugehen oder mit Freunden einen Kaffee zutrinken.

Am Ende seines Praktikums hatte Günter Garbrecht viele Eindrücke gesammelt, fernab von Berichten und Vorlagen. Vor allem aber die Gewissheit, eine enga-gierte Arbeit in einem Arbeitsfeld der Sozialpolitik näher kennen gelernt zu ha-ben, die wichtig ist im Interesse der jungen Menschen.