Pressespiegel:

  • 26. August 2009
Am 25. August erschien in der NW:

Garbrecht: „Wir lassen uns das nicht bieten“

Überparteilicher Protest in Sachen Pflegestützpunkte

VON THOMAS GÜNTTER


Im Mai diesen Jahres hatte das Land Nordrhein-Westfalen die Rahmenrichtlinien für die Pflegestützpunkte erlassen. Ebenfalls im Mai haben sich die Krankenkassen AOK, Barmer und die Betriebskrankenkasse Gildemeister Seidensticker zu ihrem ersten und einzigen Gespräch mit der Stadt getroffen.

Pflegestützpunkte sind die örtlichen Anlaufstellen für Pflegebedürftige. Hier sollen die Betroffenen aus einer Hand alle Informatien über die verschiedenen Anträge, die verschiedenen Hilfsangebote und die Behandlungseinrichtungen bekommen.

Soweit die Theorie. In der Praxis hapert es. Lisa Kronshage: „Wir wollen dezentral drei Stützpunkte, einen im Norden, einen im Süden und einen in der Mitte.“ Die Krankenkassen, Verhandlungsführung hat die AOK, haben ihre Räume angeboten. Die AOK an der Oelmühlenstraße und die Barmer an der Nikolaus-Dürkopp-Straße. Garbrecht: „Die Kassen wollen sich marketingmäßig profilieren und handeln gegen die Interessen der Betroffenen. Das lassen wir uns nicht bieten.“

Michael Weber: „Eine wohnortnahe Versorgung ist mit diesem Modell nicht möglich.“ Die Standorte von AOK und Barmer liegen in der City rund 500 Meter auseinander. Einzig die BKK Gildemeister Seidensticker sitzt an der Winterstraße im Süden der Stadt. Es gibt derzeit rund 8.300 Pflegebedürftige in der Stadt. Die Pflegeversicherung zahlt pro Jahr 75 Millionen Euro, die Stadt 25 Millionen.