Pressespiegel:

  • 29. Oktober 2009
Am 28. Oktober erschien in der NW:

„Die Schutzmacht der kleinen Leute“

Günter Garbrecht und Regina Kopp-Herr ziehen für die Bielefelder SPD in den Landtagswahlkampf
Bei den Abstimmungen in der Aula des Gymnasiums Brackwede erhielt Garbrecht 126 von 137 Stimmen, für die neue Kandidatin Kopp-Herr stimmten 112 der 137 Delegierten. Beide waren für ihren Wahlkreis die einzigen Bewerber. Im Wahlkampf wird Günter Garbrecht sich mit Schulministerin Barbara Sommer von der CDU auseinandersetzen müssen. Kopp-Herr bekommt es mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Lux zu tun.


Günter Garbrecht, der bereits 2000 und 2005 seinen Wahlkreis direkt holte, will auch im kommenden Mai siegreich sein. Er gilt als einer der profiliertesten Sozialpolitiker im Landtag und ist Vorsitzender des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales. „Ich bin stolz darauf, als Werkzeugmacher im Landtag sitzen zu dürfen.“ Er sei Sozialpolitiker aus Leidenschaft, beschrieb sich Garbrecht selbst. Und er sei jemand mit Ecken und Kanten, kein Leisetreter, nicht nur wegen seiner kräftigen Stimme. Das Wahlergebnis seiner Partei bei der Bundestagswahl bezeichnete er ohne Umschweife als Debakel; der frenetische Jubel für Steinmeier und Co. am Wahlabend im Willy-Brandt-Haus habe ihn abgestoßen. „Ein bisschen Demut wäre angebrachter gewesen.“ Um dann hinzuzufügen: „Wir müssen die Kernkompetenz der Sozialdemokratie, kompromisslos gegen Ausgrenzung und Armut zu kämpfen, wieder in den Mittelpunkt stellen. Die SPD muss unverwechselbar die Schutzmacht der kleinen Leute sein.“


Als Nachfolgerin der Bielefelder SPD-Vorsitzenden Helga Gießelmann, die nicht mehr als Landtagskandidatin antrat, bewirbt sich mit Regina Kopp-Herr (52) ein Neuling um das Mandat im Wahlkreis 93. Kopp-Herr ist seit 2004 Mitglied der Bezirksvertretung Brackwede und hat Ambitionen, dort Bezirksvorsteherin zu werden. Seit der Kommunalwahl im August ist sie Ratsmitglied – auch in ihrem Ratswahlkreis Brackwede-Süd/Ummeln übrigens hieß ihr Gegner bei der CDU Rainer Lux. Wie Lux ist Kopp-Herr katholisch, beide kennen sich aus der Pfarrgemeinde St. Michael in Ummeln.


Die Ummelnerin will sich vor allem in der Bildungspolitik engagieren. Als politische Ziele nannte sie ein gebührenfreies Studium und kleinere Klassen in den Schulen. Ihr Wahlkreis besteht aus fünf Bielefelder Außenbezirken. „Diesen Außenbezirken will ich in Düsseldorf eine Stimme verleihen“, sagte sie in ihrer Vorstellungsrede.


´ Im Wahlkreis 94, zu dem neben den Bielefelder Stadtbezirken Dornberg und Jöllenbeck noch der Altkreis Halle gehört, will die dafür zuständige SPD-Wahlkreiskonferenz den Kandidaten am 6. November im Gasthof Bergfrieden in Werther aufstellen. Einziger Bewerber ist der Bielefelder SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Georg Fortmeier.