Pressemitteilung:

  • Bielefeld, 07. Januar 2010
Ein Bild von der Armut vor Ort

Garbrecht fordert Boykott für Waren aus Kinderarbeit

Die Gesundheitsvorsorge, gerade von Kindern, stellt ein großes Problem dar. Ein Besuch gilt der Polio-Impfaktion in der Residenz der Oberbürgermeisterin von Delhi. Die Delegation wird an-schließend einen Informationsaustausch mit der Oberbürgermeisterin Frau Shela Dixit führen. Im Anschluss wird das Misereor-Hilfsprojekt für Straßenkinder "Butterflies" aufgesucht. Im Rahmen des Projektes ist unter anderem eine Straßenschule für Kinder entstanden, das Hoffnung auf Bildung und somit einen Ausweg aus der Armut bietet. Der Gesundheitsbus der Organisation versucht die mangelhaften Gesundheitszustände der auf der Straße lebenden Kinder zu verbessern. Eine weitere Station der Delegationsreise ist der Steinbruch von Kota, im indischen Bundesstaat Rajasthan. Kinderarbeit in Steinbrüchen ist in Indien weit verbreitet, die Konse-quenzen für die dort arbeitenden Kinder dramatisch. "Kinder, die in einer gesundheitsbelastenden und riskanten Umgebung arbeiten und kaum einen Lohn erhalten, werden ihrer Zukunft beraubt", so Garbrecht. Das Hilfswerk Misereor versucht mit einem örtlichen Projekt auch dort die Rechte der Kinder zu unterstützen und ihnen Hilfe zu geben. Frühere Kinderarbeiter besuchen hier nun die Schule. Ein Gespräch mit indischen Steinexporteuren schießt sich an.
.Aber Garbrecht nimmt auch die hiesigen Konsumenten in die Pflicht: "Wir können da nur gegen ankommen, wenn wir unser Kaufverhalten überdenken und Produkte aus Kinderarbeit boykottie-ren." Dazu gehören neben einigen Textilien und Leder auch Grabsteine.
"Wir haben in Bielefeld gute Erfahrung bei der Ächtung von Produkten aus Kinderarbeit." erinnert Garbrecht. Das bestellte Pflaster für die Altstadt aus Indien wurde 2004 wieder abbestellt, weil Kinderarbeit definitiv nicht ausgeschlossen werden konnte. Dieses gute Beispiel sollte auch An-wendung auf Grabsteine auf den Bielefelder Friedhöfen finden, so Garbrecht. "Nur zertifizierte Grabsteine sollten auf Bielefelder Friedhöfen aufgestellt werden", so Garbrecht abschließend. Nach der Reise werde er dazu die notwendigen Gespräche in Bielefeld suchen.