Pressespiegel:

  • Bielefeld, 11. Januar 2010
Aus der Neuen Westfälischen:

Garbrecht mit Minister Laumann in Indien

Günter Garbrecht, heimischer SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, ist am Wochenende zusammen mit NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann sowie Vertretern von Kirche, Handwerk und Medien zu einer fünftägigen Indienreise aufgebrochen.

Dabei stehen die Lebensbedingungen von Kindern im Mittelpunkt.


Eine Station der Delegationsreise ist deshalb der Steinbruch von Kota, im indischen Bundesstaat Rajasthan. Kinderarbeit in Steinbrüchen ist in Indien weit verbreitet, die Konsequenzen für die dort arbeitenden Kinder dramatisch. „Kinder, die in einer gesundheitsbelastenden und riskanten Umgebung arbeiten und kaum einen Lohn erhalten, werden ihrer Zukunft beraubt", so Garbrecht. Das katholische Hilfswerk „Misereor“ versucht mit einem örtlichen Projekt auch dort die Rechte der Kinder zu stärken. Ein Gespräch mit indischen Steinexporteuren schießt sich an.

Garbrecht nimmt auch die hiesigen Konsumenten in die Pflicht: „Wir müssen unser eigenes Kaufverhalten überdenken und Produkte der Kinderarbeit boykottieren. Wir haben in Bielefeld gute Erfahrung bei der Ächtung von Produkten aus Kinderarbeit“, erinnert Garbrecht. Das bestellte Pflaster für die Altstadt aus Indien wurde 2004 wieder abbestellt, weil Kinderarbeit definitiv nicht ausgeschlossen werden konnte. Dieses gute Beispiel sollte auch Anwendung auf Grabsteine auf den Bielefelder Friedhöfen finden, so Garbrecht. „Nur zertifizierte Grabsteine sollten auf Bielefelder Friedhöfen aufgestellt werden", so Garbrecht abschließend. Nach der Reise werde er dazu die notwendigen Gespräche in Bielefeld suchen.