Pressemitteilung:

  • Bielefeld, 23. März 2010

Wir brauchen keinen Bietmann Filz in OWL

HDZ hat andere Wertschätzung verdient

Scharf kritisiert der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales die Entscheidung des Aufsichtsrates des Herz- und Diabetes Zentrums Bad Oeynhausen zur Nachfolge des ausscheidenden Geschäftsführers, Titularprofessor Otto Foit.

Garbrecht bedauert das frühe Ausscheiden von Otto Foit. "Er hat in seiner Zeit als Geschäftsführer zusammen mit Professor Körfer und allen Beschäftigten das HDZ zu einem medizinischen Leuchtturm in OWL, in NRW, ja weltweit gemacht".

Der Landesregierung, insbesondere dem zuständigen Minister, Karl-Josef Laumann, hält Garbrecht einen hohen Widerspruch zwischen Worten und Taten vor.

Schon die Weitergabe des 50-prozentigen Gesellschaftsanteils der Gemeinnützige Gesellschaft Klinik für Diabeteskranke mbH an die Sana Kliniken war ein eine Schwächung des öffentlich verantworteten Gesundheitswesens." Unter einer sozialdemokratischen Verantwortung wäre ein solcher Schritt nicht vollzogen worden", so Garbrecht.

Gegen die aktuelle Berufung von Hecker  als Geschäftsführers hat Garbrecht größte Bedenken.

"Wer die berufliche Vita von Herrn Hecker verfolgt kann nicht nachvollziehen, dass es sich um eine würdige, im Interesse des HDZ, seiner Mitarbeiter, aber auch der Patienten liegende Entscheidung handelt.“

Am 27.09.2009 titelt die RP online „Dann gibt es hier Mord und Totschlag". Gemeint war die beabsichtigte Entscheidung des damaligen Arbeitsministers Jung, Hecker zum Staatssekretär zu berufen.

Und weiter:" Gegen die Nominierung regt sich nun massiver Widerstand im Haus. Wenn Jung Hecker holt, gibt es hier Mord und Totschlag", erregt sich ein ranghoher Beamter des Arbeitsministeriums. Hecker gilt im Umgang mit Mitarbeitern als ruppig und ungehalten. Unter dem CDU-Arbeitsminister Norbert Blüm hatten gleich ein halbes Dutzend CDU-Abteilungsleiter ihren Rücktritt angeboten, sollte Hecker weiter im Ministerium beschäftigt bleiben. Auch in der Arbeitsverwaltung ist der Rheinländer umstritten. "Der Mann ist schlicht untragbar", heißt es etwa in der Spitze der Bundesagentur für Arbeit."

Auch als Geschäftsführer der Kölner Kliniken war Hecker umstritten. 2002 schied er als Vorstandsvorsitzender der Marseille Kliniken aus. Die Kliniken stellten eine Strafanzeige wegen Untreue. Seine anschließende Tätigkeit in Köln war nicht konfliktfrei. Sein Vertrag wurde 2005 nur mit einem Stimmenpatt im Aufsichtsrat verlängert. Die Arbeitnehmervertreter hatten sich vehement gegen die Vertragsverlängerung gestemmt: "Schlechter Führungsstil und wirtschaftliches Unvermögen" lauteten die Ablehnungsgründe.

Der ehemalige Kölner Bundestagsabgeordneter Bietmann war die treibende Kraft für die damalige Vertragsverlängerung.

„Das HDZ und seine Mitarbeiter haben eine andere Wertschätzung verdient, als sie mit einer solchen Personalentscheidung zum Ausdruck kommt“, so der Vorsitzende Garbrecht.

"Die Landesregierung, der zuständige Minister, Karl-Josef Laumann, wird seiner Verantwortung nicht gerecht", so Garbrecht abschließend.