Pressespiegel:

  • Bielefeld, 08. März 2010
© 2010 Neue Westfälische Bielefelder Tageblatt (MW), Montag 08. März 2010

Eine zweite Chance für 16 Bielefelder

„Unternehmen: Jugend“ bietet neue Perspektiven

„Keine Arbeit – keine Kohle – keine Weiber“, so zitierte NRW-Schulministerin Barbara Sommer bei der Eröffnungsfeier des Projekts „Unternehmen: Jugend“, einen arbeitslosen Jugendlichen. Damit umriss sie vereinfacht die Situation vieler junger Menschen in Deutschland, die nach der Schule keine Ausbildung finden. An sie richtet sie die Aktion. Bielefeld ist einer der zehn bundesweiten Standorte.

16 Bielefelder Teilnehmer starten in die erste Runde der Initiative. Ziel ist, den Jugendlichen ihre Stärken zu zeigen und ihnen Kontakte zur Wirtschaft zu vermitteln. „In pädagogischen Tests ermitteln wir die oftmals verborgenen Talente der Teilnehmer“, erklärte Projektbetreuerin Christina Gillessen, von der Stiftung der deutschen Wirtschaft, „danach nehmen die jungen Leute an Future Camps teil, wo sie ihre Stärken trainieren können.“ Rund 44 Unternehmen aus der Region OWL beteiligen sich am „Unternehmen: Jugend“ und ermöglichen den Teilnehmern Betriebserkundungen, Praktika und Gespräche mit Auszubildenden.

Die Initiative richte sich vor allem an diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens aufgewachsen seien, sagte der Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses der Stadt Bielefeld, Günter Garbrecht. „Es soll eine zweite Chance sein, für diejenigen, die keine erste bekommen haben“, sagte Sommer, „für Jugendliche die ohne Abschluss die Schule verlassen, ihre Ausbildung abgebrochen haben und kaum Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben“.

Um den 16 Bielefeldern auch privat unter die Arme zu greifen, sind der Jugendmigrationsdienst, das Kompetenzzentrum und das Programm „Schulverweigerer – die zweite Chance“ ebenfalls beteiligt. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.