Meldung:

  • Bielefeld, 07. April 2010

Der 7. April ist Weltgesundheitstag

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit.

Daran erinnert anlässlich des Weltgesundheitstages der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des NRW Landtages.

Der Weltgesundheitstag wird seit 1954 als weltweiter Aktionstag begangen. Das Datum bezieht sich auf die Gründung der World Health Organization (WHO) am 7 April 1948 in Genf, als Unterorganisation der UNO.


"Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur des Freiseins von Krankheiten und Gebrechen." Diese Grundsatzdefinition der WHO sollte Maßstab für die Gesundheitspolitik sein.

"Sozialdemokraten sehen sich jedenfalls diesem Grundsatz verpflichtet", so Garbrecht.

Die Entwicklung in Deutschland geht jedoch mit schwarz-gelb in eine andere Richtung.

Die unsoziale Kopfpauschale gefährdet eine gute Gesundheitsversorgung für alle. Die Kopfpauschale ist der Weg in die Drei-Klassenmedizin. Bessere Leistungen würden dann nur noch über Zusatzversicherungen zu gewährleisten sein. Eine erstklassige Versorgung wäre den Privatpatienten vorbehalten. Es droht, dass wieder der Geldbeutel darüber entscheidet, wer eine gute Gesundheitsversorgung bekommt und wer nicht.

Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeber (BDA) hat zu den Kopfpauschalen ein Modell vorgelegt: Sie schlagen eine Pauschale von 245 Euro im Monat für eine Basisversicherung vor, ohne Krankengeld.
Im Zweifel heißt das:

Wer länger krank ist, wird zum Sozialhilfeempfänger.

Solche Vorschläge spielen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in die Hände. Er will den schleichenden Umbau hin zur Kopfpauschale und zur Drei-Klassen-Medizin. Erst in der letzten Woche hat er vorgeschlagen, dass die Kassen künftig nur noch eine Basistherapie bezahlen müssen, und jeder Patient, der mehr Leistungen will, künftig die Differenz aus eigener Tasche zahlen muss. Unsere Vorstellung vom Sozialstaat ist das nicht. Wir kämpfen gegen solche Pläne an, weil wir die Solidarität im System erhalten wollen.