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  • 07. April 2010
Tag der ältere Generationen

Respekt allein genügt nicht

Wir nicht mehr Jungen und noch nicht Alten sollten aufhören davon zu reden, wie ernst wir die Interessen der älteren Generation nehmen. Respektbezeugung alleine bewirkt noch nichts. Erst die Umsetzung, das konkrete Handeln in Politik und Verwaltung, kann die Verhältnisse ändern und die Lebensbedingungen für ältere Menschen im Alltag verbessern.

Eine rasant älter werdende Gesellschaft baut sich heute die Hürden von morgen selbst auf, wenn sie verstärkt auf befristete Arbeitsverhältnisse und Minijobs setzt und so der Altersarmut Vorschub leistet. Altersdiskriminierung ist heute schon Realität - Banken bewilligen Älteren seltener einen Kredit, auf dem Arbeitsmarkt wird das Potenzial der erfahrenen Alten ignoriert.
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Unverzichtbar sind:

- mehr Anstrengungen bei der Integration älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt,
- wirksame Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung am Arbeitsplatz,

Der 7. April ist der Tag der älteren Generation. Im Interesse aller, weil wir alle älter werden, liegt eine barrierefreie Gesellschaft


Leben ohne Barrieren - wichtig nicht nur für Ältere



Selbstbestimmtes Leben ist für ältere Menschen, aber auch für Menschen mit Behinderungen, ist ein zentrales Anliegen. Die meisten wollen eigenständig in ihrem gewohnten Umfeld, in ihrem eigenen Zuhause leben können. Barrierefreiheit im Wohnraum und im öffentlichen Raum ist dafür eine wesentliche Bedingung.
Ein Leben ohne Barrieren ist leider noch immer nicht selbstverständlich. Noch sind viel zu wenige Wohnungen so gestaltet, dass sie auch Ältere mit körperlichen Einschränkungen nutzen können. Nur allzu oft steht im hohen Alter ein erzwungener Umzug aus dem gewohnten Lebensumfeld in ein Pflegeheim an.

Bund, Länder und Kommunen müssen sich diesem Anliegen mehr zuwenden und das Lebensumfeld so gestalten, dass es für Ältere ebenso attraktiv ist wie für junge Menschen mit Kindern. Was älteren Menschen hilft, ist auch gut für alle anderen - Barrierefreiheit kommt allen zugute. An Barrieren in der Wohnung, bei Ämtern oder im öffentlichen Nah- und Fernverkehr scheitern ältere Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, genauso wie Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderungen.

Diese gesellschaftlichen Diskriminierungen müssen beseitigt werden! Nach den ersten Monaten schwarz-gelber Bundesregierung gewinnt man jedoch den Eindruck, dass diese Themenfelder ignoriert werden. Die neoliberale Politik der schwarz-gelben Koalition geht komplett an den Sorgen und Bedürfnissen der Generationen vorbei. Eine Politik der Integration statt der Ausgrenzung ist gefragt!