Pressespiegel:

  • Bielefeld, 19. April 2010
© 2010 Neue Westfälische Bielefelder Tageblatt (MW), Montag 19. April 2010

„Glück auf, die Fahne in den Wind“

100-Jahr-Feier des SPD-Ortsvereins Ubbedissen mit Jubilarehrungen

„Die Gesellschaft braucht Menschen, die nicht nur einen Standpunkt beziehen, sondern auch mitmachen. Sie verdienen unser aller Respekt und Anerkennung“. Mit diesen Worten würdigte Oberbürgermeister Pit Clausen das politische Engagement der Ubbedisser Genossen, die am Sonntag das 100-jährige Bestehen ihres SPD-Ortsvereins mit einem Festakt in der Gaststätte Frormann begingen.

Ortsvereinsvorsitzender Hans-Dieter Koch konnte neben dem Stadtoberhaupt die Landtagsabgeordneten Helga Gießelmann und Günter Garbrecht sowie die Landtagskandidatin Regina Kopp-Herr begrüßen. Pit Clausen zeigte sich in seiner Festansprache gut vorbereitet, wie sein Exkurs in die Geschichte der Sozialdemokratie im Allgemeinen und der Ubbedisser SPD im Besonderen bewies. Als Quellen zitierte Clausen aus einer Schrift von Carl Severing und aus einer Rede des damaligen Ubbedisser SPD-Vorsitzenden Wilhelm Thorbrügge anläßlich der Weihe der neuen Parteifahne – die alte wurde 1933 von SA-Leuten verbrannt – am 30. Juli 1950.

Der spätere Innenminister Severing hatte 1907 den Wahlkreis Bielefeld gewonnen. Das folgende Jahr habe die Tenne eines ländlichen Anwesens als Gründungsstätte des Ortsvereins gesehen, zur offiziellen Gründung sei es aber erst 1910 gekommen, wusste der Oberbürgermeister zu berichten. „Glück auf, die Fahne in den Wind, zum Zeichen, dass wir Kämpfer sind“ habe damals das Motto gelautet.

Im Anschluss an seine Ansprache ehrte Clausen gemeinsam mit Hans-Dieter Koch langjährige Mitglieder des Ortsvereins. Fritz Bitter gehört ihm seit 50 Jahren, Marianne Kohring und Dr. Klaus Rakowske seit 40 Jahren an. Ursula und Wolfgang Fecke traten der Ubbedisser SPD vor 25 Jahren, Sigrud Gröschl vor zehn Jahren bei.

Für die musikalische Gestaltung der Feier sorgte der Gemischte Chor Liedertafel 03 unter Leitung von Ulrich Seidel.