Pressespiegel:

  • Bielefeld, 07. Mai 2010
© 2010 Neue Westfälische Bielefelder Tageblatt (MW), Lothar Schmalen; Freitag 07. Mai 2010

„Nicht vergleichbar mit dem Bundestagswahlkampf“

Bielefelder SPD geht optimistisch in die Wahlentscheidung am Sonntag und hofft auf alle drei Direktmandate

Die Bielefelder SPD geht mit einem guten Gefühl in die Wahlentscheidung am Sonntag. Günter Garbecht, Regina Kopp-Herr und Georg Fortmeier, die drei SPD-Direktkandidaten in den Bielefelder Wahlkreisen sind optimistisch, ihre Direktmandate zu holen. „Die Stimmung an unseren Informationsständen ist nicht vergleichbar mit der vor der Bundestagswahl im September. Die Leute wenden sich uns wieder zu“, sagte Günter Garbrecht, der im Wahlkreis 92 (Mitte, Gadderbaum, Schildesche) kandidiert, gestern bei der Pressekonferenz zum Abschluss des Wahlkampfes.

Garbrecht wirft wieder seine ganze Wahlkampf-Erfahrung in die Waagschale. Auch wenn das Internet vielleicht wichtiger geworden sei, so seien doch der Straßenwahlkampf und die Auftritte in Veranstaltungen nach wie vor unverzichtbar, so der Politiker, der bei der Landtagswahl 2005 als einziger in Bielefeld seinen Wahlkreis für die SPD direkt gewann. Garbrecht kritisierte, dass seine CDU-Gegnerin, Schulministerin Barbara Sommer, der politischen Auseinandersetzung bei vielen veranstaltungen durch Abwesenheit aus dem Weg gegangen sei. „Politische Auseinandersetzung kann nur stattfinden, wenn sich alle daran beteiligen“, so Garbrecht .

Alle drei Kandidaten sind sich sicher, dass die Entscheidung „auf den letzten metern“ fällt. „Deshalb werden wir bis zu letzt kämpfen“, sagte Regina Kopp-Herr, die im Wahlkreis 93 (Brackwede, Senne, Sennstadt, Stieghorst, Heepen) kandidiert. „Die Leute wollen den Wechsel, vor allem: sie wollen eine andere Schulpolitik“, so die Ummelnerin, die auch Bezirksvorsteherin in Brackwede ist.

Der Dritte im Bunde, Georg Fortmeier, der im „etwas anderen“ Wahlkreis 94 (Dornberg, Jöllenbeck, Altkreis Halle) kandidiert, glaubt, dass er gute Chancen habe, den Wahlkreis wieder für die SPD zurückzugewinnen. Auch im Altkreis Halle habe ihm viel Sympathie entgegengeschlagen. „Keine Spur von Ablehnung gegenüber einem Bielefelder“, ist sich Fortmeier sicher. Die Menschen im Wahlkreis wollen einfach wieder einen Vertreter in Düsseldorf haben – verständlich, nachdem der Wahlsieger von 2005, Günter Kozlowski, sein Mandat gar nicht angetreten habe. „Die Leute schätzen vor allem meine kommunalpolitische Erfahrung“, so Fortmeier, der seit langem im Bielefelder Stadtrat sitzt und dort der SPD-Fraktion vorsteht. Er setze sich für die Stärkung der Kommunalfinanzen ein. „Wir müssen das Land und die Kommunen wieder stärker zusammenbringen“, so Fortmeier.