Pressemitteilung:

  • 21. Oktober 2010
Aktuelle Pressemitteilung von Günter Garbrecht MdL

Arbeitslosenberatungsstellen und -zentren werden wieder gefördert


Eine allgemeine Beratungs- und Auskunftspflicht besteht nach den allgemeinen Vorschriften des Sozialgesetzbuches sowieso, aber fast alle Sozialleistungsträger kommen dieser Verpflichtung eher formal, nicht aber den jeweiligen Auskunftssu-chenden zugewandt, nach, so Garbrecht weiter.

Auch deswegen war die Arbeitslosenberatung auch Bestandteil des Koalitionsver-trages von SPD und den Grünen.

Ab dem 1. Januar 2011 können in allen Kreisen und kreisfreien Städten wieder Ar-beitslosenzentren und -beratungsstellen gefördert werden. Dabei ist es unter ande-rem Ziel der Förderung, dass es in jedem Kreis, bzw. jeder kreisfreien Stadt mindes-tens eine Beratungsstelle gib t. Dafür stehen jährlich rund fünf Millionen Euro aus Landesmitteln sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Die Beratungsstellen und Zentren wenden sich insbesondere an langzeitarbeitslose Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen. Sie ist offen für Bezieher von Arbeitslosengeld I, für ältere Erwerbslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen, Berufsrückkehrende und so genannte „Aufstocker“ (Bezieher aufstockender Leistungen nach dem SGB II). Sie informieren über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, beraten zu wirtschaftlichen und psychosozialen Problemen und bieten auch Hilfestellung bei rechtlichen Fragen an. Sie eröffnen Wege zu weiteren Hilfeangeboten und stellen die dafür notwendigen Kontakte her. Arbeitslosenzentren bieten mit ihrem niedrigschwelligen Ansatz vor allem soziale Kontakte und öffnen Türen zu weiterführenden Beratungsangeboten.

Das Land legt Wert darauf, dass die Einrichtungen über Erfahrung in der Arbeitslo-senberatung sowie qualifiziertes Personal verfügen und sich einem Qualitätssiche-rungsverfahren unterziehen. Die Förderung setzt wie in der Vergangenheit einen Eigenanteil der Träger voraus. Anträge auf Landesförderung können ab sofort über die Regionalagenturen bei den Bezirksregierungen eingereicht werden.

Günter Garbrecht: „Ich bin der Meinung, dass insbesondere die GAB mbH, deren Arbeitslosenzentrum und –beratungsstelle bis 2008 gefördert wurde, wieder geför-dert zu werden.“ Ab 2009 wurde die Arbeitslosenberatung ausschließlich von der Stadt über die REGE gefördert.