Pressespiegel:

  • 25. Januar 2011
Am 25. Januar erschien in der NW folgender Artikel

Unterstützung für die Beratungsstellen




Lokales

VON BIRGIT GUHLKE


Bielefeld. Die Beratungsstellen für Erwerbslose in Bielefeld und das Arbeitslosenzentrum bekommen wieder Unterstützung vom Land. 1,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Land gehen an acht Erwerbslosenberatungsstellen und sechs Arbeitslosenzentrum in Ostwestfalen-Lippe. Die Bielefelder Anlaufstellen der GAB und des Vereins Widerspruch bekommen für zwei Jahre 235.000 Euro.


Damit sei eine Entscheidung von 2008 der schwarz-gelben Landesregierung korrigiert. Sagt der Vertreter der aktuellen rot-grünen Minderheitsregierung, der Bielefelder SPD-Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht.

 

Seit zwei Jahren gab es für die Beratungsstellen vom Land kein Geld mehr, die Mittel aus dem ESF wurden anders eingesetzt.


Zur Unterstützung gehört auch ein Eigenanteil der Stadt Bielefeld, die städtische Förderung beträgt 50 und 20 Prozent, wie Oberbürgermeister Pit Clausen erklärte. Möglich sei das alles trotz der schwierigen Haushaltslage beider Beteiligten. Es handele sich nur zu einem geringen Teil um Landesmittel, sagte Günter Garbrecht. Und der städtische Anteil, so Clausen, komme aus dem Budget der Regionalen Entwicklungsgesellschaft (Rege), sorge also für keine Diskussion zum städtischen Haushalt.


Für die Beratungsstellen ist es eine Hilfe zur rechten Zeit. Gut 2.000 Beratungen leiste der Verein Widerspruch pro Jahr, sagt deren Leiterin Ulrike Gieselmann. Seit 25 Jahren geht es dabei um Sozialberatung für erwerbslose und sozialhilfeberechtigte Menschen. Mit Einführung der neuen Gesetzgebung nach der Hartz-IV-Reform habe sich das Bild der Beratung gewandelt. „Wir helfen oft dabei, aufzuklären und zu vermitteln – auch deshalb werden Klagen vor dem Sozialgericht verhindert.“ Die Aufklärung sei oft eine Übersetzung der Leistungsbescheide, verständlich seien sie für den Laien so gut wie nie. Eine Kritik, die auch Günter Garbrecht teilt. „Die versteht keiner, aber es ist Selbstaufgabe des Leistungsträgers, sie zu erklären – schon deshalb sind diese Beratungsstellen so wichtig.“


Nach dem Streichen der Landesmittel sei es auch für die GAB schwierig gewesen, die „Beratung in dieser Qualität aufrecht zu erhalten“, sagte Wolfgang Kühme von der GAB. Jetzt gebe es für die kommenden zwei Jahre wieder „ein wenig Sicherheit“. ¦ Stadtteile


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Bielefelder Tageblatt (MW), Dienstag 25. Januar 2011